„Große Tafel läutet Analyse ein“ zum geplanten Seniorenzentrum in Dötlingen (diverse NWZ -Berichte):
(...) Eine Marktanalyse soll nun also vorgenommen werden. Bei den wochenendlichen Sprechstunden im Container soll es insbesondere um den Verkauf der Zwei- oder Dreizimmerwohnungen gehen. Verkauf? Das lässt vermuten, dass das ganze Projekt politisch schon weiter gediehen ist, als man uns glauben lässt.
Zweifellos wird es Interessenten für die Wohnungen geben. Unwahr ist jedoch die Behauptung, in anderen DRK-Heimen komme die Hälfte der Bewohner aus der jeweiligen Gemeinde. In Bookholzberg zum Beispiel musste die Heimleiterin lange überlegen, ob überhaupt jemand der Bewohner aus Bookholzberg kommt (...).
Eine Bedarfsabfrage bei den älteren Einwohnern Dötlingens fand bisher nicht statt, um zu ermitteln, welcher Unterstützungsbedarf und welche Zufriedenheit in ihrem sozialen Umfeld existieren. Keine der an der Versorgung älterer Menschen beteiligten Gruppen (...) sind im Vorfeld zum geplanten Zentrum befragt worden. Geplant war in Dötlingen (2009), ein Netzwerk dieser Gruppen entstehen zu lassen. Auf welcher Basis die „überwältigende Mehrheit“ für das jetzt geplante Projekt im Gemeinderat zustande kam, kann nur vermutet werden, sie lässt jedoch Sachverstand und Bürgernähe vermissen.
Im Artikel heißt es, Dötlingen bekäme verglichen mit Harpstedt, Hude und Bookholzberg die kleinste stationäre Einrichtung. Liebe Dötlinger, das bleibt nicht so!!! Das sich in Gemeindehand befindliche Grundstück bietet noch viel Platz über die jetzigen Planungen hinaus (...).
„Nur bei gegenseitigem Vertrauen könnte das Projekt gedeihen“ – dieses Vertrauen vermissen wir seit Anfang des Projektes und für einen sachlichen Dialog scheint es fast zu spät. Die „Gemeinde Dötlingen begrüßt das Projekt“… nicht aber die eigentlichen Einwohner Dötlingens. (...) Die CDU vergisst dabei sogar ihr Grundsatzprogramm wie Bürgernähe, Transparenz und einen fairen Umgang mit den Bürgern (...).
Dr. Manfred Schwarz, Gert Schmidt, Andreas Gaertner, Jürgen Bruer Dötlingen
Da haben wir die erste Stufe des Pflegezentrumsmonsters (L= 53 m, B= 27m, H= 12m – im Vergleich: der Tabkenhof ist L=58m, B=18m, H=10m) in Dötlingen: die Werbeschilder! Wohlgemerkt, gegen ein Pflegeheim, das sich idyllisch in den Ort einfügt, hat hier keiner etwas. Was hier aber geplant wird, ist eine Verschandelung des Ortsbildes, ein Affront gegen alle Dötlinger, die sich mit viel Mühe für den Ort und das Golddorf engagiert haben und sich mit ihren Häusern nach der Baugestaltungssatzung richten müssen. Was treibt unseren Bürgermeister, der mit hehren Worten die Schönheit Dötlingens in den Dorfwettbewerben hervorhob, das Dorf jetzt mit Füßen tritt, indem er ihm eine große Abholzaktion (ca.1,5 ha) und eine unmögliche Bebauung überstülpt? (...) Zudem ist die Sache recht nebulös. Offenbar hat der Bürgermeister schon 2010 eigenmächtig ohne Ratsauftrag mit dem DRK verhandelt. Sind andere bauliche Lösungen in Betracht gezogen worden???
Dass den Verantwortlichen der Werbeschilder (DRK und Verwaltung) ihr Vorhaben selbst nicht geheuer ist, zeigt der geplante Abbau von Container und Werbeanlagen während der Dorfbegehung durch die Kommission für „Entente florale“. (...)
Dötlinger, übernehmt Verantwortung und wehrt euch gegen die Verschandelung eures Dorfes! Es gibt andere Flächen in der Gemeinde, wo dieses Bauvorhaben (...) besser hinpasst als in unmittelbarer Nähe des Friedhofes.
Frank Nagel, Dötlingen
