Betrifft:
„Noch mehr Kunstwerke zerstört“, NWZvom 7. Juni
:Ich wurde von Mitbürgern über den Abriss des Schmidt-Mosaiks informiert und es dauerte lange, bis ich die zwei Artikel darüber in dieser Zeitung lesen mochte, so traurig war ich. Ich kann mir nicht erklären, warum der Wohnungsbau entgehen konnte, dass man das Pferdemosaik mit heutigen technischen Mitteln bestimmt hätte retten können, so wie es uns Georg Müller und Bruno Steinhoff schon vor Jahren mit dem Fisch-Mosaik bewiesen haben. Scheinbar hat die Wohnungsbau wenig Interesse am Gesamtbild unserer schönen Stadt, wenn auch ihre Mehrfamilienhäuser, wenn sie renoviert wurden, eine andere Sprache sprechen. Jammern und Vorwürfe helfen jetzt nicht weiter; meine ganze Hoffnung richtet sich jetzt auf die Möglichkeit, das Mosaik doch wieder zu rekonstruieren. Da wäre allerdings die Wohnungsbau gefordert, das tatkräftig in die Hand zu nehmen. Aber so wäre – auf lange Sicht – ihr Ruf wieder herzustellen und mancher Westersteder – da bin ich sicher – wäre sogar bereit, ihr dabei zuhelfen.
Manfred u. Elfriede Hüniken26655 Westerstede
