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Nabu Für seltene Libellen Teiche ausgehoben

Fred Vosteen

Loyermoor - Es ist ein nasskalter Morgen, und dichter Nebel liegt über dem Loyermoor – eben ein typischer Novembertag, der seinem Namen alle Ehre macht. Dumpfes Motorengeräusch nur wenige hundert Meter hinter dem Heidehof von Willi Martens an der Birkenstraße deutet bereits an, hier sind Bagger schon mit dem Ausheben der Teiche beschäftigt.

Es ist ein mystisches Bild, wie die Greifarme der Bagger aus dem Nebel auftauchen und immer wieder in den Moorboden hinabtauchen, um Schaufel um Schaufel den Teich entstehen zu lassen.

Der Naturschutzbund Oldenburger Land legt auf einer Projektfläche im Loyermoor Libellenteiche an. Bereits seit zehn Jahren entwickelt der Nabu hier auf etwa vier Hektar wertvolle Lebensräume für Ringelnattern und anderen Reptilien. An kleinen, bereits bestehenden Teichen zeigen sich seit Jahren auch viele Libellen und andere Insekten. Ihnen soll durch eine 1000 Quadratmeter große, neue Wasserfläche ein optimaler Lebensraum geboten werden.

Flachwasserzonen

„Abgerundete Uferformen mit ausgiebigen Flachwasserzonen werden hier modelliert,“ berichtet Nabu-Biologe Bernd Ziesmer. „Da können sich später Röhrichte und andere Uferpflanzen ansiedeln; im tieferen Wasserbereich wird es Schwimmblattpflanzen geben. Diese Pflanzenarten sind für Libellen ganz wichtig. Sie legen ihre Eier meist an Wasserpflanzen ab und zum letzten Schlupf krabbeln die im Wasser herangewachsenen Larven an Röhrichtstängeln hoch. Dort erst verwandeln sie sich in das allen bekannte fliegende Insekt.“

Bernd Ziesmer leitet beim Nabu in Oldenburg das Projekt ‚Libellen auf der Spur‘. Aus Mitteln der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung werden in ganz Niedersachsen viele Libellenbiotope neu geschaffen. „Dieses ist schon das zehnte Gewässer, das wir im Rahmen des Projektes anlegen – ich freue mich natürlich besonders, wenn ich die Maßnahmen hier direkt vor unserer Oldenburger Haustür praktisch begleiten kann,“ so Projektleiter Ziesmer.


Künftige Dokumentation

Bernd Ziesmer, Birgit Röttering und Anna Heinsen (alle drei vom Nabu) werden von Willi Martens und einigen interessierten Gästen begleitet. Martens betreut die Nabu-Flächen, die ursprünglich zu seinem landwirtschaftlichen Betrieb gehörten. Auf seinem Heidehof „Arche Noah” an der Birkenstraße in Loyermoor pflegt er Blindschleichen, Ringelnattern und Kreuzottern. Gemeinsam soll das weitere Geschehen in den kommenden Jahren beobachtet und dokumentiert werden.

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