Ofenerdiek - Grünes Licht für die sogenannte große Variante hatte der Umweltausschuss in seiner Sitzung im Oktober 2015 gegeben, als es darum ging, das Umfeld des Swarte-Moor-Sees in Ofenerdiek attraktiver zu gestalten. Wie berichtet, wurden zwei Entwürfe vorgestellt – die kleine Variante für 200 000 Euro, die große für 500 000 Euro. Man favorisierte letztere.
Wie das Pressebüro der Stadt der NWZ auf Nachfrage bestätigte, wurden Mittel für den ersten Bauabschnitt in den Haushaltsentwurf 2016 eingestellt. Mit den Vorarbeiten am See beginnt man schon am Montag, 25. Januar. Dafür wird den Angaben zufolge Geld verwendet, das noch aus dem Haushalt 2015 zur Verfügung steht. Die weiteren Arbeiten werden beginnen, sobald der Haushalt 2016 genehmigt ist, meldet das Pressebüro.
Ziel des ganzen Vorhabens ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und bei den Besuchern das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Denn das sei bei vielen Menschen wegen der dichten Vegetation nicht gegeben, wenn sie sich zwischen Schulzentrum Ofenerdiek und dem See aufhielten, hieß es damals in der Umweltausschusssitzung.
Um dieses trichterförmige Areal zu öffnen und um Platz für die zukünftige Nutzung als Spiel- und Sportfläche zu schaffen, setzt ab diesem Montag die Säge an. Laut Mitteilung der Stadtverwaltung wird ein waldartiger Baumbestand von etwa 3000 Quadratmetern gerodet. Der Eingriff in die Natur werde durch die Entwicklung eines neuen Waldes gleicher Flächengröße in der Hausbäkeniederung ausgeglichen.
Einzelne alte Großbäume, wie die Eichen entlang des Weges vor der Schule, bleiben den Angaben zufolge erhalten und werden in die neue Planung integriert. Der zweite Bauabschnitt, der ebenfalls für dieses Jahr geplant ist, umfasst den Wegebau und die Herrichtung der Grünflächen und Sportangebote. Im dritten Bauabschnitt, voraussichtlich 2017, soll ein Rollsportspielplatz zwischen der Mensa und dem Schulzentrum angelegt werden. Der vierte Bauabschnitt sieht die Realisierung des Kinderspielplatzes vor. Hier sollen im Vorfeld Kinder und Jugendliche beteiligt werden.
Die Stadtverwaltung wolle die weiteren Planungsschritte ohnehin mit den zukünftigen Nutzern, Anliegern und der Schule erörtern, hieß es. Dazu werde zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Ofenerdieker Vereine, die einen Zusammenschluss von rund 30 Organisationen bildet, ein Workshop organisiert.
