Wildeshausen - „Das Interesse ist groß“, freute sich Hermann Petermann vom Wildeshauser Apparate- und Maschinenbauer Gebr. Sauer GmbH. „Die Schüler fragen nach Ausbildungsdauer und natürlich dem Verdienst.“ Auch Mädchen zeigten sich interessiert, als Petermann den Beruf des Feinwerkmechanikers vorstellte.

Die Repräsentanten von acht Firmen aus der Region präsentierten sich am Dienstag beim Betriebsinformationstag der Hauptschule Wildeshausen: Famila, Staudengärtnerei Schachtschneider, die Autowerkstatt „Go Gonzo“, Gebr. Sauer, das Kreisaltenheim, der Dötlinger Schützenhof „Unter den Linden“, die Zimmerei Grotelüschen & Hallo sowie Elektro Hoge. Etwa 120 Schüler der Jahrgänge 9 und 10 konnten sich in vier Schulstunden informieren.

Die Veranstaltung, vorbereitet von den Lehrkräften Rita Otten, Jessica Preuschaft und Dr. Andreas Everinghoff, reiht sich in eine lange Reihe von berufsvorbereitenden Maßnahmen ein. Die Schüler absolvierten Praktika, besuchten Berufsinformationsmessen und ein Bewerbungsmappen-Training. Auch die Situation in Vorstellungsgesprächen werde geübt, so Otten.

Nicht allein das Zeugnis sei ausschlaggebend, betonte Unternehmer Jens Schachtschneider. Wichtig seien auch Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit. „Das testen wir im Praktikum“, so Schachtschneider. Ähnlich sieht es Michaela Bötefür vom Schützenhof „Unter den Linden“. Sie stellte Gastronomieberufe vor und hatte sogar beispielhaft einen Tisch gedeckt. Gepflegtes Aussehen stehe ganz oben an, betonte Bötefür. Und auch wenn der Arbeitstag einmal etwas länger dauert, müsse man sich die gute Laune erhalten.

28 Schüler interessierten sich gar für das Berufsbild des Kaufmanns und der Kauffrau. Als Udo Frommhold („famila“) allerdings nach den Bewerbungen fragte, gingen nur fünf Hände hoch. „Das wird aber allerhöchste Zeit“, gab er den Jugendlichen mit auf den Weg. Nicht nur die Unternehmensgruppe suche rechtzeitig Nachwuchs. Bereits im Dezember stehen die ersten Einstellungstests an.