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Drillinge Füttern und wickeln mal drei

Anke Wöbken

Neuenburg - Eigentlich war nur noch ein weiterer Zuwachs für die Familie geplant, jetzt sind es gleich drei neue Familienmitglieder: Martina und Henning Biere aus Neuenburg sind nicht nur stolze Eltern ihres dreijährigen Sohnes Lucas, sondern auch von Drillingen: Jan, Max und Ole sind am 10. August im Klinikum Oldenburg zur Welt gekommen. Seit September sind die Drillinge zu Hause in Neuenburg. „So ist alles rundum schön“, betont Martina Biere.

„Anfangs waren wir schon geschockt, als wir erfuhren, dass es Drillinge werden“, erklären die Eltern rückblickend. Doch die Freude stellte sich bei ihnen schnell ein. „Die Schwangerschaft war problemlos, die Geburt ging gut, und alle sind gesund“, sagt Martina Biere. Jan, Max und Ole kamen in der 31. Schwangerschaftswoche zur Welt. „Von Frühgeburt merkt man so nichts mehr, sie entwickeln sich ganz normal“, erklärt die Mutter.

Organisation ist wichtig

Die drei Kleinen bestimmen derzeit den Tagesablauf im Hause Biere. Fünfmal am Tag werden sie gefüttert – um 2 Uhr, um 7 Uhr, um 11 Uhr, um 16.30 Uhr und um 22 Uhr. Mindestens fünfmal am Tag wird dann auch gewickelt – und alles mal drei. Dennoch geht es im Hause Biere entspannt zu. „Es klappt besser, als wir es uns vorgestellt haben“, erklärt der Vater. „Die Organisation ist sehr wichtig.“

Die Waschmaschine läuft im Haus Biere jeden Tag, und auch Spülmaschine, Fläschchenwärmer und Co lassen den Stromverbrauch der Familie stark ansteigen. Statt des vorherigen Autos steht jetzt ein Kleinbus vor der Tür. „Sonst kommen wir mit alle Mann ja gar nicht vom Hof“, erklärt Henning Biere.

Tatkräftige Hilfe erhalten die Eltern vor allem aus eigener Familie. Einen Tag in der Woche leistet Henning Bieres Schwester Wenke Witte Unterstützung, einen weiteren Henning Bieres Mutter. Sohn Lucas geht seit Mai in den Kindergarten, so dass vormittags zwischendurch auch mal Zeit für den Haushalt bleibt. Noch ist Vater Henning Biere außerdem in der Elternzeit, das wird sich im Dezember aber ändern. Hilfe von offizieller Seite haben die Eltern nach eigenen Angaben bislang vergeblich gesucht. Ab Januar soll es aber eine Haushaltshilfe geben, jedoch nicht regelmäßig. „Man würde schon alleine dastehen, wenn keine Familienmitglieder, Bekannte oder Freunde helfen“, sagt Martina Biere.


Verschiedene Charaktere

Jan, Max und Ole zeigen bereits charakterliche Unterschiede. So erkennen die Eltern sogar durchs Babyphone, wer schreit. Der älteste der Drillinge, Jan, kann nach Angaben der Mutter „richtig laut schreien“. Max hingegen, eine Minute jünger als Jan und eine Minute älter als Ole, schläft am meisten. Noch verbringen die drei Jungen viel Zeit friedlich schlafend zusammen in einem kleinen Kinderbettchen. In späteren Jahren muss laut Henning Biere wohl über einen Anbau des Hauses nachgedacht werden – derzeit gibt es nur zwei Kinderzimmer.

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