Wüsting - Von den modernen Methoden der Fütterungstechnik hat sich am Montag der Generalsekretär der niedersächsischen CDU, Ulf Thiele, überzeugen lassen. Im Rahmen seiner diesjährigen „Sommertour“ besuchte er nachmittags die Firma Urban in Wüsting.
Begleitet wurde Thiele vom stellvertretenden Landrat Horst Siemers, vom Landtagsabgeordneten Ansgar Focke sowie vom Mitglied des Deutschen Bundestags, Franz-Josef Holzenkamp. Die Geschäftsführer Helmut Urban, seine Tochter Nicole Urban-Sprock sowie Schwiegersohn Thomas Sprock erklärten Thiele und den anderen Gästen aus der Politik die unterschiedlichen Produkte, die die Firma herstellt.
„Sowohl Montage als auch Eigenproduktion wird auf dem Betriebsgelände in Wüsting betrieben“, berichtete Thomas Sprock beim Rundgang durch die Produktionshallen. Kälbertränkemixer, Tränkeautomaten und Kraftfutterstationen sind ebenso Teil des Sortiments wie tiergerechte Aufzuchtsysteme. „Urban-Produkte wie das ,MilkShuttle’ oder die ,Kälbermama’ sind mittlerweile Standard in der modernen Kälberaufzucht“, so Sprock.
Die sogenannte „Kälbermama“, ein Automat, der Jungtiere bereits ab dem zweiten Lebenstag vollautomatisch mit korrekt temperierter Milch versorgt und das Trinkverhalten der Vierbeiner registriert, beeindruckte die Besucher besonders. „Alle Daten können jederzeit per Smartphone, Laptop oder Tablet abgerufen werden. So haben Bauern stets den Überblick über das Wohlbefinden ihrer Kälber“, erklärte Helmut Urban.
Inzwischen seien Urban-Geräte weltweit in über 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten im Einsatz. „Der Export ist eine Investition in die Zukunft“, meinte Nicole Urban-Sprock. Die Bedeutung des Exports erkannte auch Thiele an: „Mittelständische Betriebe wie Urban sind auch deshalb so stark, weil sie sich sehr auf den Export fokussieren. Man braucht dafür eine gefestigte Struktur.“ Nicht erst bei der Besichtigung habe er „gemerkt, dass dies bei Urban sehr gut funktioniert.“
Die internationale Ausrichtung bedeutet hohen Aufwand: „Die Geräte laufen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Wenn bei einem Kunden, auch im Ausland, ein Gerät ausfällt, muss meist innerhalb eines halben Tages eine Lösung gefunden werden“, so Helmut Urban.
