Essen/Berlin - In der kriselnden Stahlbranche gibt es angeblich Gespräche über einen Zusammenschluss, der vor allem im Ruhrgebiet erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigten hätte. Die „Rheinische Post“ berichtete am Freitag unter Berufung auf Berliner Regierungskreise, der indische Stahlkonzern Tata Steel erwäge einen Einstieg in die europäische Stahlsparte von Thyssenkrupp. Sprecher von Thyssenkrupp und Tata wollten den Bericht nicht kommentieren.

Laut dem Zeitungsbericht sind die Gespräche über mehrere Varianten bereits weit vorangeschritten. Favorisiert werde derzeit die Option eines Gemeinschaftsunternehmens, bei dem sich Tata Steel zunächst an der Sparte beteiligt. Später solle der indische Konzern seine Anteile aufstocken können.

An der Börse sorgten die Spekulationen für deutliche Kursanstiege aller Stahlaktien. Die europäischen Stahlhersteller stehen wegen stark gefallener Preise und der billigeren Konkurrenz vor allem aus China unter Druck.