Wehe - Unverständnis und Ärger mischen sich bei Heino Hollmann aus Wehe, wenn er auf den Blühstreifen am Maisacker an der Straße „Zur Bäke“ schaut. „Mitte der Woche sind die beiden Maisackerflächen von einem Lohnunternehmen mit Gülle nachgedüngt worden. Das ist soweit auch in Ordnung, nicht aber, dass der Fahrer nachdem er mit seinen Arbeiten fertig war, statt auf der Straße durch den angelegten Blühsteifen auf fast ganzer Länge gefahren ist“, äußert Heino Hollmann seinen Unmut über so viel Rücksichtslosigkeit.

„Der Blühstreifen ist mit hohem Geldaufwand und Arbeit angelegt worden. Wenn die Sonne scheint, summt es in der Blütenpracht, was zeigt, dass die Blühpflanzen am Ackerrand auch angenommen werden“, ergänzte der Imker.

Nun aber hätten die Reifen breite Furchen mit niedergedrückten Pflanzen hinterlassen. „Das kann doch nicht sein. Ich habe selber 20 Jahre in einem Lohnunternehmen in Steinkimmen gearbeitet. So ein Verhalten hat es aber bei uns nicht gegeben“, meinte Hollmann.

Er äußerte die Vermutung, dass der Fahrer mit den verdreckten Reifen nicht auf der Straße fahren wollte, um sie nicht zu verschmutzen. „Stattdessen hat er den Randstreifen gewählt. Das Ergebnis kann man ja sehen.“

Auf dem Hollmann-Hof werden über die Wintermonate öfters Veranstaltungen rund um Bienenschutz und -haltung angeboten. Er ist aktives Mitglied im Imkerverein Wildeshausen und weiß, wie wichtig derartige Streifen für den Bienenschutz sind.


In der jüngsten Zeit arbeiten die Imker verstärkt daran, mit Öffentlichkeitsarbeit auf die Gefahren für die fleißigen Honigsammler zu verweisen. Doch wenn die Anstrengungen für gesundere Bienenvölker so „niedergewalzt“ würden, sei das nicht gerade motivierend.

„Den Sand hätte man von der Straße fegen können. Die plattgefahrenen Blühpflanzen sind dagegen nicht zu retten“, bedauerte der Imker.