Sage - Vom aktuellen Skandal überlagert gab es am Montag auch für Landwirte teils günstige Zahlen aus dem Futtermittelsektor. 2012 hat die Futtermittelbranche Nutztierfutter für rund 8,2 Milliarden Euro abgesetzt – rund zehn Prozent mehr als 2011. Doch die Höchstpreise bei den Rohstoffen aus 2012 seien in den vergangenen Wochen leicht korrigiert worden, teilte Heinz Neesen, (GS Agri), Vorsitzender der Regionalgruppe Nord im Deutschen verband Tiernahrung (DVT/Bonn), anlässlich der Mitgliederversammlung in Sage (Kreis Oldenburg) mit. Aktuell sehe man „mit Entspannung“ auf ein deutlich größeres Sojaangebot aus Südamerika.

Die Mischfutter-Herstellung sei 2012 unverändert geblieben, bei 23 Millionen Tonnen. Wachstumsmotor blieb mit 6,1 Millionen Tonnen (sechs Prozent) Geflügelfutter. Rinderfutter blieb konstant (6,3 Mio t). Ein Minus von drei Prozent gab es bei Schweinefutter ( 9,7 Millionen t ). Der Markt werde auch 2013 insgesamt nicht wachsen, hieß es.

Referenten bei der Versammlung waren Jörn Dwehus (Hauptgeschäftsführer des Landvolks Niedersachsen), der für die Bauern Sicherheit anmahnte, und Folker Hellmeyer (Chefanalyst der Bremer Landesbank), der auf Marktschwankungen einging.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)