GANDERKESEE - Das Thema „Schwerlastverkehr auf der Straße Am Welsetal“ sorgt erneut für politischen Zündstoff. Denn: Nachdem der Ausschuss für Straßen und Verkehr sich erst am 18. Mai mit klarer Mehrheit für eine Gewichtsbeschränkung auf 3,5 Tonnen auch in Nord-Süd-Richtung ausgesprochen hatte, kursierte am Donnerstag unter der Hand ein zweiseitiges Schreiben aus dem Rathaus, datiert vom 31. Mai. Darin erteilt die Gemeindeverwaltung den Landwirten Dierk und Arnd Schwarting eine Ausnahmegenehmigung für die Nutzung der Straße – mit Fahrzeugen bis zum Maximalgewicht von 20 Tonnen.
Wie berichtet, war in der Vergangenheit kritisiert worden, dass die Straße insbesondere von den schweren Fahrzeugen von und zur Biogasanlage beschädigt worden sei. Doch eine solche Nutzung sei nicht mehr beabsichtigt, versicherte Arnd Schwarting, Gesellschafter und Geschäftsführer der Biogas Welsetal GmbH & Co KG. Er habe auch Subunternehmen darauf hingewiesen, die Straße zu meiden.
Bei der Genehmigung gehe es vielmehr ausschließlich darum, landwirtschaftliche Flächen an der Straße Am Welsetal zu erreichen. Schwarting: „Ich muss ja irgendwie zu diesen Flächen hinkommen.“
Dennoch wurde aus dem politischen Raum die heftige Kritik an der Genehmigung beibehalten. Sie lasse zumindest theoretisch Spielraum bei der Nutzung.
Zu der Angelegenheit sagte der Ganderkeseer Fachbereichsleiter Peter Meyer, dass die Genehmigung wie in solchen Fällen üblich unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs erteilt worden sei. Im Übrigen sei die vom Straßen- und Verkehrsausschuss gewünschte Gewichtsbegrenzung (auf 3,5 Tonnen auch in Richtung Oldenburger Straße) noch nicht umgesetzt. Dazu bedürfe es noch eines Beschlusses.
