GANDERKESEE - Gewerbegebiet oder doch nur Acker? – Voraussichtlich im Winter wird der Ganderkeseer Gemeinderat entscheiden, was aus der 28,7 Hektar großen Fläche zwischen B 212, Neddenheider Straße und A 28 werden soll. Zuvor will die Denkmalpflege noch einen dritten, 7,1 Hektar großen Teilbereich voruntersuchen – „das Herzstück“ des geplanten Gewerbegebietes, wie Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas sagte.

Der überwiegende Teil der 28,7 Hektar war in den vergangenen Jahren von der Gemeinde angekauft worden mit dem Ziel, hier ein attraktives Gewerbegebiet in Autobahnnähe zu schaffen. Bis dato werden die Flächen landwirtschaftlich genutzt.

Bezirksarchäologin Dr. Jana Fries machte unmissverständlich klar, dass – angesichts der Funde – vor einer anderweitigen Nutzung „eine Ausgrabung erfolgen muss“. Und die hätte die Gemeinde zu bezahlen.

Bei der Frage nach möglichen Zuschüssen für eine Grabung winkte Peter Nieslony, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Oldenburg, bereits ab. Er sehe zurzeit keine keine Möglichkeit, Archäologie mit Kreis-Geldern zu fördern. Gleiches gelte für das Land Niedersachsen.

„Aus Sicht des Denkmalschutzes“ sei es die beste Lösung, das Gebiet so zu belassen, sagte die Bezirksarchäologin. Die Funde lägen jetzt 2000 Jahre im Boden, da könnten sie liegen bleiben.