GANDERKESEE - Für Verwirrung und Aufregung hatte am Donnerstag die Meldung des Norddeutschen Rundfunks über „Entlassungen“ bei der Atlas Maschinen GmbH gesorgt. Atlas-Eigentümer und -Geschäftsführer Fil Filipov hatte noch am gleichen Abend dementiert, sah sich am Freitag aber noch einmal zu einer Klarstellung veranlasst, da zum Teil „seine Aussagen nicht vollständig zitiert bzw. einige seiner Worte sogar falsch wiedergegeben worden seien“, wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt.
Laut Filipov beschäftigt die Atlas Maschinen GmbH zurzeit 64 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen. Die meisten davon seien während des Streiks im vergangenen Herbst eingestellt worden. „Die Verträge dieser Mitarbeiter laufen in den kommenden sechs Monaten aus“, erklärt der Atlas-Chef, „jedoch nicht alle zur gleichen Zeit.“
Verlängern wolle er diese Verträge nur, so Filipov weiter, „wenn sie die 12-Monats-Frist noch nicht erreicht haben und wenn entsprechender Bedarf besteht.“ Für diesen Fall verspricht er den betreffenden Mitarbeitern sogar eine zehnprozentige Gehaltserhöhung. Nicht geplant sei jedoch, nach der Zwölf-Monats-Frist befristete in feste Verträge umzuwandeln, wird noch einmal unmissverständlich betont.
Nach Angaben Filipovs liegt „das durchschnittliche Jahresgehalt bei Atlas derzeit bei 45 000 Euro“ – es sei nicht möglich, meint er, „weiterhin Mitarbeiter in diesem alten Rahmen einzustellen.“ Das Unternehmen sei weiterhin bestrebt, die Produktivität zu verbessern und suche nach Wegen zur Kostensenkung. Falls dies „zusätzliche Personalanpassungen erforderlich macht“, heißt es abschließend, „so werden wir diese wahrnehmen.“
