GANDERKESEE - Das auffälligste Merkmal ihres ersten Wagens, ein VW Golf? „Die Farbe: Babyblau“, sagt Helga Stilke, Leiterin der Ganderkeseer Polizeistation. 5000 Mark musste sie für den Gebrauchtwagen auf den Tisch legen. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis passte, und das Auto gefiel mir“, so ihre Begründung. Das Geld hatte sie sich durch die Arbeit in einer Fabrik vor ihrem Studium verdient.

Lange suchen musste die damals 19-jährige Helga Stilke nicht. Sie habe sich kaum andere Wagen angeschaut, „es könnte auch der einzige gewesen sein. Die Marke war mir auch ganz egal, das Auto sollte nur seinen Zweck erfüllen.“ Und damit sind die Fahrten zu den Polizei-Studiumsstandorten gemeint, die sie in der Regel nach Braunschweig, Hildesheim und Celle führten.

In Celle hatte Helga Stilke schließlich Glück im Unglück. Bei einem entgegen kommenden Auto löste sich ein Rad, das auf die Motorhaube des Golfs und weiter auf das Dach prallte. „Die Kollegen haben mir erst bewusst gemacht, was hätte passieren können, wenn das Rad in die Windschutzscheibe gekracht wäre.“

Sie ließ den Wagen reparieren, „denn für einen neuen fehlte mir das Geld“. Nach „vier oder fünf Jahren“ hatte der babyblaue Golf ausgedient. „Er hatte kaum Macken, hat mich überall hin gebracht, und ich war rundum zufrieden“, bilanziert die Polizeichefin.

Gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann legte sie sich einen Ford Sierra, „ein Flugzeug“, wie sie das Modell scherzhaft nennt, zu. Es folgten ein Audi Avant („wegen der Kinder“) und ein 5er BMW. Als „Klapperkiste für die kurzen Wege“ bezeichnet sie den roten Polo, den sie allein fuhr, und auf den der aktuelle schwarze Fiat Grande Punto folgte. Und welcher gefiel ihr am besten? „Alle waren gut. Aber der erste Wagen hat natürlich immer etwas Besonderes.“