GANDERKESEE - Bloß nicht noch wieder eine inhaltliche Debatte über die öffentliche Toilette beim Bahnhof in Ganderkesee anfangen – darin waren sich am Donnerstagabend im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen alle einig. Der Frontverlauf schien ohnehin geklärt. Dass nun auch noch Peter Schierloh (fraktionslos) ins Lager der WC-Gegner wechselte, änderte zwar nominal das Ergebnis, aber nicht mehr fundamental: Mit acht gegen fünf Stimmen sprach sich auch dieser Ausschuss mehrheitlich für die umstrittene Bedürfnisanstalt aus.
Ein Vorbehalt bleibt aber: Verwirklicht wird die „große Lösung“ mit drei Toiletten für Frauen, Männer und Behinderte nur dann, wenn der Arbeitskreis der Selbsthilfe- und Initiativgruppen (A.S.G.) sein Versprechen einhält und 50 Prozent der Investitionskosten (insgesamt 102 000 Euro) durch Spenden einwirbt. Die Gegenfinanzierung muss der A.S.G auch nachweisen – vorher werden Genehmigungsplanung und Ausschreibungen gar nicht erst auf den Weg gebracht.
15 000 Euro an zusätzlichen Kosten entstehen noch, weil das Toilettengebäude weiter nach Westen gesetzt wird, in Richtung des Bahnübergangs Habbrügger Weg, wo nun ein neuer Anschluss an die Kanalisation nötig ist. Der benachbarte Gastronomiebetrieb hatte großen Wert auf mehr Abstand gelegt. „Ganz hinten in der Ecke“: So beschrieb Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas den Standort. Bleibt zu hoffen, dass die künftigen Nutzer das WC dort auch finden werden.
