GANDERKESEE - Gute Erfahrungen hat die Jägerschaft bisher mit den neuen Halbkreisreflektoren gemacht, die an Straßenleitpfosten geschraubt werden, um das Wild abzuschrecken. In einigen Revieren, in denen die blauen Strahler schon länger als ein Jahr installiert sind, sei die Zahl der Wildunfälle um mehr als 70 Prozent zurückgegangen, meldet Wilfried Westermann vom Zentralverband der Jagdgenossenschaften.
Mittlerweile hat auch der Hegering Ganderkesee Gefahrengebiete mit den Reflektoren ausgerüstet. Dass dies so schnell gelang, ist auch Sponsoren zu verdanken. 500 Euro hat jetzt die Öffentliche Versicherung zur Verfügung gestellt. Oliver Hess, Beauftragter für Schadensversicherungen, und Lars Diegel von der Ganderkeseer Geschäftsstelle der Öffentlichen übergaben die Spende an Revierpächter Westermann und Hegeringsleiter Jan-Bernd Meyerholz.
Die mit blauer Folie versehenen Reflektoren werden an der zur Straße abgewandten Seite der Leitpfosten angeschraubt, so dass sie nachts, wenn sie angestrahlt werden, wie ein blauer Lichtzaun wirken. „Blau ist eine Farbe, die in der Natur nicht vorkommt“, erklärt Westermann, daher werde sie vom Wild als gefährlich wahrgenommen.
