Ganderkesee/Bookholzberg/Hoykenkamp/Schierbrok - Aufmerksamkeit und Alleinstellungsmerkmale schaffen, ist wichtig. Und bei der neuesten Idee von der Gemeinde werden garantiert viele erstmal stehenbleiben und stirnrunzelnd versuchen, folgendes Wort zu lesen – und zu verstehen: Klimaschutzumsetzungsgerätfestmachstelle.

Mit diesem in der Region wohl längsten Wort auf einem Hinweisschild wirbt die Gemeinde Ganderkesee augenzwinkernd ab sofort für die vier Fahrradschließanlagen an den Bahnhaltepunkten in Ganderkesee, Bookholzberg, Hoykenkamp und Schierbrok. Auch die Zahl der Ausgabestellen für die Zugangskarten für die abschließbaren Fahrradständer – Entschuldigung: für die Klimaschutzumsetzungsgerätfestmachstellen – wurde erhöht. Diese wurden bisher ausschließlich von der Firma „rund ums rad“ in Delmenhorst ausgegeben, die Betreiber der Anlagen ist. Um den Nutzern kürzere Wege zu ermöglichen, gibt es Zugangskarten für die drei Anlagen in Bookholzberg, Hoykenkamp und Schierbrok nun auch hier: Bürgerbüro Ganderkesee, Mühlenstraße 2-4; Bürgerbüro Bookholzberg, Stedinger Straße 65 und bei der Volksbank eG Delmenhorst-Schierbrok, Bahnhofstraße 32 in Schierbrok. Die Zugangskarten für die Anlage in Ganderkesee sind aufgrund eines anderen Kartensystems nur im Bürgerbüro Ganderkesee sowie bei „rund ums rad“ in Delmenhorst erhältlich.

Sabine Finke, Fachdienstleiterin Straßen und Verkehr, und Klimaschutzmanager Lars Gremlowski freuen sich zudem über die zuletzt gestiegenen Nutzerzahlen. Das Potenzial sei aber noch nicht ausgeschöpft. Zwar werden die Stellplätze im abschließbaren Bereich in Ganderkesee mit 35 von 42 Plätzen sowie in Bookholzberg mit acht von 22 Plätzen schon gut angenommen. Doch in Schierbrok bestehe mit fünf von 22 und in Hoykenkamp mit zwei von 14 vermieteten Stellplätzen noch ausreichend Platz.

„Der Vorteil der Anlagen, nämlich der Schutz vor Vandalismus und Diebstahl, liegt auf der Hand“, sagt Sabine Finke. Dieser Vorteil solle nun aber auch erschwinglicher werden: „Der jährliche Mietpreis wird von 60 auf 49 Euro reduziert.“ Damit folge die Gemeinde einer Empfehlung des Zweckverbands Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN), die auf Erfahrungen in anderen Kommunen beruht. Der monatliche Mietpreis von fünf Euro wird beibehalten. Finke: „So besteht weiterhin die Möglichkeit, beispielsweise nur während der warmen Sommermonate einen Stellplatz zu mieten.“

Wer den Mietpreis nicht im Abbuchungsverfahren, sondern bar zahlen möchte, muss sich weiter direkt an die Firma „rund ums rad“ in Delmenhorst wenden.

Für Fragen zu den Fahrradschließanlagen stehen Sabine Finke, t  04222/44 322 und Lars Gremlowski, t 04222/ 44 405, zur Verfügung.