Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

MARKETING Kleiner Löffel bringt großen Erfolg

HERGEN SCHELLING

GANDERKESEE/BRINKUM - Ein kleiner Kaffeelöffel als Türöffner: Damit hatte die Ganderkeseer Unternehmensgruppe Meyer Technik unerwartet großen Erfolg. Als „unsere einfachste Lösung für Ihre Förder- und Mischaufgaben“ hatte die Meyer-Firma HM Anlagentechnik (Brinkum) den Löffel an 100 ausgesuchte Unternehmen aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie geschickt – um sie dann mit dem Zusatz „Viel lieber stellen wir uns aber Ihren größeren Herausforderungen“ auf die HM-Kompetenz in der Produktion spezieller Förder- und Lageranlagen aufmerksam zu machen.

Herausgekommen ist dabei nicht nur der Kontakt zu 15 neuen Kunden, der schon zu zwei Aufträgen führte, sondern auch der zweite Preis im Marketing-Wettbewerb des Deutschen Handwerks. Den mit 5000 Euro dotierten Preis nahm Meyer-Geschäftsführer Uwe Kalwitz kürzlich in Nürnberg entgegen.

Solider Kundenstamm

Fördern, mischen, dosieren, lagern: Für diese Funktionen bietet HM Anlagentechnik individuelle Lösungen an. Längst stehen große Namen wie Nestle und Tchibo, Klöckner oder Airbus auf der Kundenliste der Meyer-Firma. „Der Kundenstamm ist solide, aber nicht auf Masse angelegt“, erläutert Norris Haberland, der bei Meyer Technik für den Marketing-Bereich verantwortlich ist. Gemeinsam mit Henning Schulte, Geschäftsführer der HM Anlagentechnik, kam er auf die Idee mit dem Löffel.

Vor der Versand-Aktion, im Fachjargon als Mailing bekannt, hatten sie intensiv recherchiert, welche Unternehmen ins Kundenprofil passen könnten und wer dort jeweils die richtigen Ansprechpartner wären. Und hinterher wurde das persönliche Gespräch gesucht. „Ach, Sie sind das mit dem Löffel“, war häufig die erste Reaktion.


Vertrauen muss wachsen

Sympathie hatte das Meyer-Marketing damit schon bei den potenziellen Neukunden gewonnen, nun galt und gilt es, daraus Vertrauen wachsen zu lassen. Viele der Angeschriebenen „probieren uns erstmal aus“, weist Meyer-Geschäftsführerin Miriam Rudnitzki auf die nachhaltige Wirkung der Mailingaktion hin, die nur eines von mehreren Projekten ist, mit denen Meyer neue Marketing-Wege beschreitet. Spezialisiert, zugleich aber effizient, müsse die Ansprache sein, meint Rudnitzki. Wichtig sei, bei den Entscheidern der Unternehmen „im Hinterkopf zu bleiben“.

„Wir verkaufen nicht dauernd wie ein Händler“, erklärt Miriam Rudnitzki, „unsere Kunden investieren nur alle paar Jahre.“ Also müsse man „dranbleiben, Stehvermögen zeigen“, ergänzt Henning Schulte, und unaufdringlich, aber wirkungsvoll die eigene Kompetenz präsentieren. Mit dem Löffel hat’s schon mal gut funktioniert.

Neues Konzept

In neuer Form

präsentiert sich die Unternehmensgruppe Meyer Technik Kunden und Öffentlichkeit. Waren bisher in Prospekten und Internet die einzelnen Firmen und Standorte um den roten „Meyer-Würfel“ gruppiert, so werden jetzt die Leistungen und Kompetenzen hervorgehoben. Zum neuen Marketing-Konzept gehört auch, dass die Mitarbeiterzeitschrift „Mensch Meyer“ an Kunden verschickt wird.

Meyer Technik beschäftigt zurzeit 230 Mitarbeiter an den Standorten Ganderkesee, Brinkum, Rostock, Berlin und Laziska Górne (Polen)

www.meyer-technik.de

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden