GANDERKESEE - GANDERKESEE - Eine Halle verändert ihre Gestalt. Was Mitte vergangener Woche noch das Sport-Areal der Gymnasiasten war – die Sporthalle am Steinacker – ist spätestens seit dem Wochenende die Festhalle der Narren – und der Arbeitsplatz des 20-köpfigen Bühnenaufbau-Kommandos mit Klaus-Dieter Stubbemann (61) und Holger Heitmann (46) an der Spitze.
Acht Tage lang fließt hier Männerschweiß. Am Wochenende vor dem ersten Büttenabend ist traditionell der Höhepunkt. Dann sind – wie am vergangenen Wochenende – alle Männer im Einsatz. Und ein paar Damen kommen auch hinzu, die die „feste Truppe“ (Stubbemann) mit Flüssignahrung bei Kräften (und bei Laune) halten. Auch die Mitglieder des Festausschusses gesellen sich dann dazu, denn in dieser Phase wird jede Hand benötigt. Alle arbeiten ehrenamtlich; möglichen Lohnausfall für die Arbeiten während der betrieblichen Arbeitszeit der Helfer übernimmt der Verein.
Der alljährliche Aufbau beginnt mit dem Transport von vier 20-Fuß-Containern, die alle Aufbauteile enthalten und das Jahr über in den Hallen der Heitmannschen Landschaftsgärtnerei stehen und alle Zutaten für die Hallen-Verwandlung enthalten. Dieser Transport ist bereits Anfang Oktober geschehen; seitdem arbeitet das Bühnenaufbau-Kommando einmal wöchentlich an den Vorbereitungen für den Hallen-Umbau.
Der schwerste Brocken, mit dem die Männer zu tun haben, sind die 60 Elemente für die 120-Quadratmeter-Bühne am Kopf der Festhalle, für das Podium der Musik und das Regie-Podest. Die Bühnen-Elemente sind aus festem Holz und entsprechend gewichtig; dass einer der Aktiven nach einem Salto – wie bei den früher benutzten Bühnenbrettern einmal geschehen – durchbricht und sich 1,20 Meter tiefer auf dem Hallenboden wiederfindet, soll nicht wieder vorkommen.
Zur Generalprobe am morgigen Mittwoch muss alles gerichtet sein. Auch Stühle und Tische müssen noch hinein. Nur Details sind dann noch zu verbessern. „Kein Problem“, sagen Stubbemann und Heitmann, „kriegen wir auch dieses Jahr wieder hin.“
Nicht ganz so entspannt sehen sie den Abbau nach dem letzten Büttenabend am Sonnabend, 29. Januar, – denn dafür steht ihnen mit dem Sonntag genau ein Tag zur Verfügung, weil das Gymnasium seine Sporthalle vertragsgemäß am Montag darauf wieder nutzen will.
Dieser Sonntag ist für das Bühnenaufbau-Kommando, das dann zum Bühnenabbau-Kommando wird, der stressigste Tag. „Und ausgerechnet dann haben alle zuvor kräftig gefeiert“, wie Stubbemann aus Erfahrung weiß.
Büttenabende und „vier tolle Tage“
