GANDERKESEE - Die Schwermetallbelastung des ehemaligen Regenrückhaltebeckens im Ganderkeseer Industriegebiet beschäftigt in dieser Woche die Politik besonders intensiv. Während sich an diesem Donnerstag der Ganderkeseer Ausschuss für Straßen, Verkehr, Umweltschutz und Landwirtschaft von den Sachverständigen Dr. Kasimir Pirwitz und Hermann Kruse vor allem Erkenntnisse über die weiteren Schritte erhofft, stand am Dienstagabend im Umweltausschuss des Kreistages noch einmal die zurückliegende Entwicklung im Blickpunkt.

Die CDU-Fraktion hatte mehrere Fragen an die Kreisverwaltung gerichtet, die nach Angaben des Fraktionschefs Hans-H. Hubmann zur vollen Zufriedenheit beantwortet wurden. „Alle Erklärungen sind nachvollziehbar und sinnvoll“, sagte Hubmann auf Nachfrage der NWZ .

Wie mehrfach berichtet, waren die erhöhten Schwermetallwerte im Schlamm des Regenrückhaltebeckens auch damit in Verbindung gebracht worden, dass der Landkreis Oldenburg seit Jahren das nach der Chromatverunreinigung in den 80er Jahren belastete Grundwasser in dem Gebiet filtert und das gereinigte Wasser in den Regenwasserkanal der Gemeinde einleitet. Am entsprechenden Übergabeschacht, wo das EWE-Labor regelmäßig Proben entnimmt, hatte es auch einen auffälligen Messwert gegeben.

Der Chromatgehalt im Grundwasser ist nach Angaben der Kreisverwaltung inzwischen auf 1 Milligramm pro Liter (mg/l) reduziert worden, selbst im Schadenszentrum seien es unter 5 mg/l. Gleichwohl wird der Kreis das von der Anlage gereinigte Grundwasser nicht mehr in den Regenwasser-, sondern in den Schmutzwasserkanal einleiten. Der Antrag liege bereits beim OOWV als Eigentümer der Kanalisation vor.