GANDERKESEE - Gute 80 Jahre ist das jetzt her, als sie sich kennen gelernt haben: „Sein Vetter wohnte neben meinen Eltern an der Wolfsheide, und da war er öfter zu Besuch“, erinnert sich Annita Ahlers, die damals noch Einemann hieß, an die erste Begegnung mit ihrem Mann Otto. „Da waren wir vielleicht vier oder fünf Jahre alt“. Inzwischen ist sie 84 und er 85 Jahre alt – und seit 60 Jahren sind beide miteinander verheiratet.
Im Kreis der Familie und der Nachbarn feierten Annita und Otto Ahlers am Freitag in ihren Haus am Glockenweg in Ganderkesee die Diamantene Hochzeit. Vielen Ganderkeseern ist das Jubelpaar sehr gut bekannt, denn jahrzehntelang führte Otto Ahlers sein Farbengeschäft mit Malereibetrieb an der Mühlenstraße – dort wo heute der Bastelladen ihrer Tochter Helga Wolter ist. Sie und ihr Mann Heinrich kümmern sich sehr um die Eltern. Auch Sohn Gerold wohnt in der Nähe, so dass „wir immer gut versorgt sind“, wie Annita Ahlers meint. Vier Enkel und mittlerweile fünf Urenkel gehören ebenfalls zur Familie.
Nachdem sie durch den 2. Weltkrieg jahrelang keinen Kontakt zueinander hatten – Annita Einermann war als Hilfslehrerin in der Nähe von Posen eingesetzt, Otto Ahlers musste als Soldat an die Front – trafen sich die beiden nach Kriegsende in Ganderkesee wieder. Und bei einer der damals von jungen Leuten gern besuchten Feiern in Birkenheide kamen sie sich näher. Am 29. April 1949 fand dann in der St. Cyprian- und Cornelius-Kirche die Trauung statt, gefeiert wurde anschließend zuhause in der Mühlenstraße.
Trotz harter Arbeit in Betrieb, Haus und Garten hatte das Paar auch Zeit für Urlaube, etwa in Österreich, im Schwarzwald oder „mit dem VW-Bus durch den Westerwald“. Außerdem kegelten sie gemeinsam bei Stolle. Otto Ahlers war zudem in der Freiwilligen Feuerwehr und im Schützenverein Ganderkesee aktiv. Sein liebstes Hobby war aber immer sein Garten – leider lässt eine Krankheit das mittlerweile nicht mehr zu. In geistiger Frische verfolgt der Ehe-Jubilar aber nach wie vor das Geschehen in Ganderkesee, „schließlich war ich als Malermeister im ganzen Dorf bekannt.“
