GANDERKESEE - GANDERKESEE - Begleitet von zwei erfahrenen Moderatoren der „Hanseatischen Akademie für Marketing und Medien“ in Hamburg haben gestern Abend im Rathaus rund 50 Ganderkeseer, darunter viele Kaufleute, aber auch Grundeigentümer, Banker, Genossenschafts-Vertreter, Ratsmitglieder und Mitglieder der Agenda-Gruppe, die „Zukunftskonferenz Ganderkesee“ angeschoben. Sie soll nach dem Muster Dannenbergs (siehe Info-Kasten) dem Ortskern Ganderkesee mehr Glanz und dem Einzelhandel mehr Kunden bringen – und das im Schnelldurchgang, wie die Moderatoren beschlossen haben.
So bildeten die Teilnehmer schon gestern Abend zwei Arbeitsgruppen, die sich nur kurz mit der Bestandsaufnahme aufhalten und dann sogleich – und möglicherweise in einem auch Tage oder Wochen andauerndem Prozess – die vier wichtigsten Ziele zur Umsetzung des Vorhabens definieren sollten. Und die sollen fünf Eigenschaften haben: Sie sollen „sympathisch“ , messbar, allgemein akzeptiert, realisierbar und klar terminiert sein.
Diese Ziele waren gestern am späten Abend noch offen, die Bestandsaufnahme aber war klar: Zuviel Leerstand, zu wenig Kundenverkehr im Zentrum, keine optimale Darstellung nach außen, kein optimaler Branchen-Mix, unterschiedliche Öffnungszeiten, gelegentliche Service-Mängel und zu geringe Kommunikation nach außen. Brachflächen am Bahnhof und bei Familia müssten gestaltet, Baulücken geschlossen werden, meinte einer der Teilnehmer.
Das alles blieb ohne Widerspruch.
Den gab es dann aber, als die Vertreterin des Agenda-Vereins eine „Verkehrsplanung aus der Sicht des Autofahrers“ monierte und eine Mehrheit der Teilnehmer gerade das bestritt. Ihre Ansicht: Die Straßenführung entspricht den Bedürfnissen und Planungen von vor 50 Jahren, der ortsfremde Autofahrer wird viel zu wenig an das Zentrum herangeführt – und hat er es erreicht, führt die Parkzonen-Regelung dazu, dass er die Parkscheibe nicht auslegt und mit einem Zehn-Euro-Knöllchen begrüßt wird.
Also notierte Moderator Theo Otten das Thema Verkehrsführung und setzte auch gleich ein dickes Ausrufezeichen dahinter. Es wird wohl eines der Ziele werden, die noch formuliert werden müssen.
Aber die erste Wegmarke war damit gesetzt.
