Ganderkesee - Die Seniorenbegleiter und Wohnberater des Freiwilligenforums „Mach mit“ sind echte Allrounder: Wenn die 20 Frauen und Männer zu ihren ehrenamtlichen Einsätzen aufbrechen, haben sie von allem ein bisschen im Gepäck – nicht nur jede Menge Empathie und Tatkraft, sondern auch Wissen. Kenntnisse über örtliche Senioreneinrichtungen und Rechtliches etwa, beispielsweise zum Pflegegesetz oder zur Vorsorgevollmacht.
„Wir versuchen, alle so gut es geht informiert auf den Weg zu schicken“, erklärt Christa Wachtendorf, die die Einsätze koordiniert. Auch nach ihrer Ausbildung würden die Begleiter regelmäßig fortgebildet.
16 Seniorenbegleiter und sechs Wohnberater (davon zwei in Doppelfunktion) sind derzeit im Auftrag des Ganderkeseer Freiwilligenforums „Mach mit“, das im Rathaus stationiert ist, im Einsatz. Alle haben eine 50-stündige Ausbildung und ein Praktikum über 20 Stunden in einer Senioreneinrichtung absolviert.
Vermittelt werden die Ehrenamtlichen durch Christa Wachtendorf von der Gemeindeverwaltung,
Weitere Ehrenamtliche werden gesucht. Ein neuer, kostenfreier Ausbildungsgang startet Anfang 2019 in Wildeshausen (Informationen bei Christa Wachtendorf).
So war es auch am Mittwochnachmittag wieder, als sich die Ehrenamtlichen im Schwimmerheim am Heideweg trafen. Diesmal stellten Verwaltungsleiterin Susanne Langfeld und Pflegedienstleitung Ingeburg Masukowitz die Fachklinik für Orthopädie in Stenum vor – ein Haus, das aufgrund seines Portfolios (auch) für Menschen höheren Alters interessant ist. Etwa dann, wenn Knie- oder Hüftgelenke ersetzt werden müssen. „Wir bedienen alles, was mit Gelenken zu tun hat“, sagte Ingeburg Masukowitz.
Die beiden Klinik-Vertreterinnen betonten, dass längst nicht jeder Patient auf dem Operationstisch lande, sondern in vielen Fällen konservative Methoden zur Anwendung kämen. Und sie räumten mit weiteren Unklarheiten auf. So würde in Stenum keine akuten Unfallfolgen behandelt, sondern Patienten mit einer Einweisung durch niedergelassene Fachärzte. „95 Prozent aller Eingriffe bei uns sind geplante Eingriffe“, verdeutlichte Susanne Langfeld.
Sie skizzierte den Zuhörern im Schwimmerheim die Entwicklung der Klinik Stenum von deren Gründung im Jahr 1923 über den kompletten Neubeginn unter der heutigen Leitung im Jahr 2012 hin zu einer modernen Fachklinik mit 60 Betten. „Seit 2012 wurden rund zwei Millionen Euro investiert“, berichtete die Verwaltungschefin.
Im Anschluss an den Vortrag informierte Ganderkesees Klimaschutzmanager Lars Gremlowski die Seniorenbegleiter noch über das zweite Elektroauto der Gemeinde, das künftig schwerpunktmäßig für die Seniorenarbeit genutzt werden soll.
