GANDERKESEE - Die Bauernweisheit „Die Natur richtet das schon“ gilt wohl auch für die diesjährige Maisernte – dieser Meinung ist zumindest Jan-Bernd Meyerholz, Vorsitzender des Landvolkverbandes.
Durchwachsenes Wetter
Die Silomaisernte sei abgeschlossen, die Erträge mit 40 bis 50 Tonnen eher mittelmäßig. „Der Mais hat sich aber erstaunlich gut erholt“, sagt Meyerholz, „im heißen Juli hat der Mais gelitten, und als im August der viele Regen kam, waren das ebenfalls keine idealen Bedingungen.“ Bis September habe sich der Mais dann aber wieder so erholt, dass die Erträge zumindest befriedigend seien. Ein Teil des geernteten Silomais wird nach der Ernte in den Silos der Landwirte gelagert und an Rinder verfüttert. Ein anderer Teil wird direkt vom Feld zur Biogasanlage Welsetal transportiert, dort gelagert und neben Gülle, Mist und Gras in der Anlage verarbeitet. Die Biogasanlage bezieht den Hauptteil des benötigten Mais seit fünf Jahren von etwa 40 Landwirten aus der Gemeinde Ganderkesee. Die Erträge und Preise würden je nach Ernte natürlich variieren, erzählt Geschäftsführer Arnd Schwarting.
Getreide und Mais teurer
Jan-Bernd Meyerholz prognostiziert: „Der Silomais ist in diesem Jahr um zehn bis 20 Prozent teurer geworden, beim Körnermais wird das ähnlich aussehen.“ Der Maispreis richte sich immer auch nach dem Getreidepreis, und dort habe es in diesem Jahr 20 bis 30 Prozent weniger Ertrag gegeben. Das Getreide ist also auch etwas teurer geworden, ergänzt Meyerholz.
In der kommenden Woche erwartet Enno Gramberg von der Raiffeisen-Genossenschaft die erste Lieferung Körnermais, „dann geht es los“.
