GANDERKESEE - In der Krippe „Sonnenblume“ startet am 1. September eine zweite Gruppe. Eltern beginnen heute mit der Renovierung der Räume.

Von markus minten

GANDERKESEE - 1029 Plätze für die Betreuung von Kindern im Alter von null bis sechs Jahren gibt es in der Gemeinde Ganderkesee – und fast alle sind vergeben. 15 Einrichtungen kümmern sich um die vorschulische Bildung der Jüngsten. „Nur in einigen Ortschaften gibt es noch wenige Restplätze“, berichtet Anke Lehmkuhl von der Gemeindeverwaltung. Nachfragen lohne sich bei Bedarf aber immer.

Mit 675 Plätzen in zehn Kindertagesstätten ist die Gemeinde mit Abstand der größte Anbieter. Die restlichen 354 Plätze teilen sich kirchliche („St. Bernhard“ und „Jona“) und private Träger („Sonneninsel“, „Sonnenblume“ und „Birkenhof“).

Werden die Sommerferien sonst gerne für Renovierungsarbeiten in den Einrichtungen genutzt, standen in diesem Jahr dahin gehend wenige Arbeiten an: Der Spielkreis in Grüppenbühren hat einen neuen Anstrich bekommen, auf dem „Spatzennest“- Spielplatz in Schierbrok wurde neu gepflastert und Rasen neu eingesät. Das war’s, zumindest in den gemeindlichen Einrichtungen.

Mehr Arbeit stand und steht in den kommenden Tagen in der privaten Kinderkrippe „Sonnenblume“ an. Am 1. September wird in der Lindenstraße die zweite Vormittags-Krippengruppe starten. Mit der Schaffung von 30 Krippenplätzen werde der verstärkten Nachfrage nach diesem Angebot für Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren Rechnung getragen, sagt Frauke Lüdeke-Riesmeyer, Initiatorin und Vorsitzende des Fördervereins. „Der vordringliche Bedarf im Ort ist gedeckt.“ Aber auch im Nordteil der Gemeinde bestehe Nachfrage, die durch weitere Baugebiete, etwa in Heide, noch wachse. Auch Lehmkuhl bestätigt den Bedarf für diese Altersgruppe, der durch die Krippe und eine altersübergreifende Gruppe in der „Schatzinsel“ derzeit aber gedeckt sei. Für das Kindergartenjahr 2007/08 mache sich die Gemeinde aber schon Gedanken.


Auch Anmeldungen für Januar hat die „Sonnenblume“ schon erhalten. Während die beiden Vormittagsgruppen mit jeweils 15 Kindern aktuell belegt seien, gebe es, so Lüdeke-Riesmeyer, in den Nachmittagsgruppen noch einige freie Plätze – montags, mittwochs, freitags noch sechs, dienstags und donnerstags noch drei.

Bevor die zweite Gruppe so richtig loslegen kann, sind in der Lindenstraße noch die Eltern gefragt. Die werden – ab heute – die Umgestaltung des früheren Geburtshauses in kindgerechte Räume vorantreiben. Vor allem Malerarbeiten werden Eltern und Mitglieder des Fördervereins verrichten. Grundlegende Arbeiten wie Elektrik haben Handwerker schon erledigt. Und dann steht nur noch ein Durchbruch an, damit aus zwei Gruppen eine Krippe werden kann. Einem Start am 1. September stehe nichts im Wege, versichert Lüdeke-Riesmeyer, auch wenn das Mobiliar nicht vollständig sein sollte.