Ganderkesee - Als der Trecker kam und das Pferd verschwand: Norddeutsche Landwirte erinnern sich an diese Zeit in einem Dokumentarfilm von Ernst Matthiesen, der am Dienstag, 25. September, um 15.30 Uhr, im Kulturhaus Müller, Ring 24 in Ganderkesee, gezeigt wird. Vor der Kamera steht auch ein Ganderkeseer.

Der Trecker hat die Landwirtschaft revolutioniert. Waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts starke Pferde noch unentbehrlich, setzte sich in den 1950er Jahren die Vollmotorisierung durch: Es gab so viele verschiedene Traktoren und Zulassungen wie nie. Was aber hat dieser Wechsel für die einzelnen Landwirte bedeutet – welche Veränderungen gab es auf den Höfen, und welche Herausforderungen mussten die Landwirte meistern, um mit dieser neuen Technik fertig zu werden? Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen, die darüber berichten können. Doch drei Landwirte aus Norddeutschland – darunter auch Rudolf Schwarting aus Ganderkesee – lassen diese Zeit noch einmal lebendig werden, und erinnern sich begeistert, mit viel Kenntnisreichtum und Humor an ihre Erlebnisse mit den Pferden und ersten Schleppern auf ihrem Hof. „1941, da waren wir der erste Betrieb im Dorf, der einen Schlepper hatte. Und ab 1950 nach dem Krieg, da kamen die meisten Betriebe hinterher“, schildert Rudolf Schwarting beispielsweise im rund 55-minütigen Film, für den er auch historische Fotos herausgesucht hat.

Der Dokumentarfilm von Ernst Matthiesen und Marion Wilk, der auch historisches Bildmaterial enthält, will dazu beitragen, dass dieser einmalige Umbruch in der Landwirtschaft und seine Bedeutung für die Menschen nicht vergessen wird.

Mit vorheriger Anmeldung bis Dienstag, 25. September, 12 Uhr, unter t   04222/80 65 50 beträgt der Eintritt zum Filmnachmittag 6,50 Euro, ohne Anmeldung 7,50 Euro an der Tageskasse.