GANDERKESEE - Das Zelt der Firma Schmalriede-Zink GmbH nördlich der früheren Handelsstraße kann noch bis Ende Januar stehen bleiben, obwohl die zweite befristete Baugenehmigung Ende 2007 abgelaufen ist. Der Landkreis werde dies stillschweigend dulden, da das Unternehmen bis Ende Januar eine Halle errichten wolle, die die Funktion des Zeltes übernehme, sagte Dieter Vogel, Leiter des Bauordnungsamtes beim Landkreis Oldenburg.
Wegen des auf einer vordem landwirtschaftlichen Fläche aufgestellten Zeltes hatte es bereits im Jahr 2006 Kritik von Bürgern gegeben. Der Tenor: Die im Zelt abgestellten leeren Behälter, in denen sich zuvor teils giftige Betriebsstoffe befunden hätten, seien eine Gefahrenquelle insbesondere für Kinder. Dies wurde vom Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg nach einer Überprüfung zurückgewiesen. Nach dem Auslaufen der ersten befristeten Baugenehmigung für das Zelt habe das Bauordnungsamt eine zweite befristete Genehmigung mit anderen Auflagen erteilt, sagte Vogel.
Im November vorigen Jahres habe das Unternehmen den Bauantrag für die Halle gestellt. Für dieses Gebäude sei eine Baulast der Gemeinde Ganderkesee erforderlich gewesen, da es teils an den Grenzen der ehemaligen Handelsstraße errichtet werden solle (die frühere Straßenfläche ist in Gemeindeeigentum). Nachdem die Baulast-Erklärung vorlag, habe der Landkreis vor wenigen Tagen die Baugenehmigung erteilt.
Die Schmalriede-Zink GmbH wolle noch in dieser Woche mit den Erdarbeiten beginnen. Die geplante Halle wird laut Dieter Vogel eine Grundfläche von etwa 450 Quadratmetern und damit etwa die Ausmaße des Zeltes haben. Allerdings werde der Standort um etwa zehn Meter weiter in Richtung Westen verlegt.
