Ganderkesee - Mit einem vereinfachten Flurbereinigungsverfahren könnten im Bereich des Welsetals westlich von Ganderkesee mehrere Ziele gleichzeitig erreicht werden: Der Gewässerschutz würde verbessert, landwirtschaftliche Strukturen optimiert und Wege erneuert. So jedenfalls versuchte Ralf Krummel vom Amt für regionale Landesentwicklung am Mittwoch dem Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz das Projekt schmackhaft zu machen.

Das gelang indes nicht bei allen: Während Volker Schmidt (Freie Wähler) eine „Win-Win-Win-Situation“ erkannte und auch die anderen Politiker mit „Landwirtschafts-Hintergrund“ viel Sinn in der Sache sahen , fragte Michael Sorg (Grüne) sich (und den Planer), ob nicht womöglich der wirtschaftliche Gedanke bei diesem Verfahren die ökologischen Ziele deutlich übertreffe.

Unter anderem sollen durch Flächenumlegung im Zuge einer Flurbereinigung breitere Randstreifen an den Bächen und Gräben entstehen – derzeit würden hier Felder und Weiden noch „bis an die Uferkante der Gewässer“ genutzt, sagte Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung. Daneben könnten Flächengrenzen begradigt und Wegeführungen verbessert werden. Das Verfahren steht aber noch ganz am Anfang. Frühestens 2021 könnte eine Entscheidung fallen, die Umsetzung würde dann bis 2031 dauern.