GANDERKESEE - Das sich die Ganderkeseer gerne verkleiden, war auf dem Ganter-Tach zu spüren. Die GGV-Kostümbörse war derart gut besucht, dass dringend Nachschub benötigt wird. Viele Freunde des närrischen Treibens nutzten die erstmals von GGV und NWZ initiierte Börse, um sich schon jetzt für die Feiern der Session auszustatten. Die Börse ruft daher alle Ganderkeseer auf, für Nachschub zu sorgen und alte Kostüme (siehe Kasten) abzuliefern, damit das Faschingsfest möglichst farbenfroh ausfällt.

Aber nicht nur die Kostümbörse verlief am Verkaufsoffenen Sonntag mit Erfolg, die Einzelhändler waren allgemein sehr zufrieden. „Der Umsatz stimmt heute“, teilte Monika Oppermann von Decora – Ideen und Geschenke der NWZ mit. Auch Hajo Schöne, stellvertretender Vorsitzender des Fuhrenkamp-Schutzvereins konnte sich nicht beklagen: „Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, die Interesse für unseren Verein gezeigt haben.“ Bereits um 15.30 Uhr gab es keinen Kuchen mehr am Fuhrenkamp-Schutzverein-Stand. Schöne: „Das nächste Mal planen wir doppelt soviel ein.“ Der Stand von Christine Petershagen aus Elmeloh war ebenfalls gut besucht. „Dank des recht guten Wetters und der vielen Besucher haben wir mehr Kaninchen-Bratwürste verkauft als im letzten Jahr. Ich hoffe, das wir nächstes Jahr wieder einen schönen Sonntag erwischen und viele Besucher kommen.“

Besonders Leuten wie Hajo Schöne und Christine Petershagen spricht Mitorganisatorin Renate Drieling ihr Lob aus: „Die stehen draußen an ihren Ständen und frieren sich die Füße ab. Besonders diesen Leuten sei es zu verdanken, „dass wir schon zum zweiten Mal so eine schöne Atmosphäre geschaffen haben“. Drieling hält den Ganter-Tach für sinnvoll: „Die Leute sind an einem Sonntag immer sehr locker. Sie nehmen sich Zeit beim Einkauf und genießen es richtig. Es wäre schön, wenn wir ihn nächstes Jahr wieder in dieser Form organisieren könnten“, sagt sie.

Aber nicht nur für die Einzelhändler in der Rathausstraße lief das Geschäft gut. Auch die etwas abseits gelegenen Läden in der Wittekindstraße machten ihren Umsatz. „Zwar haben die Geschäfte an der Rathausstraße und am Marktplatz eine bessere Lage, aber trotzdem kommen die Leute bei uns vorbei und kaufen etwas“, berichtet Gisela Einemann. Um sich über das Angebot in ihrem Laden zu informieren, nutzen viele den Ganter-Tach, schildert Maria Hanke. „Heute macht keiner Großeinkäufe, aber viele Leute erkundigen sich in unserem Laden nach den verschiedenen Bioprodukten.“ Die Kundschaft kommt von überall her, sagt sie.

Auch aus etwas entfernteren Regionen wie Varel, Bremen und Wildeshausen besuchten Leute Ganderkesee – einerseits, um das Rahmenprogramm zu genießen, andererseits, um in den Verkaufsständen der Geschäfte zu stöbern. Franz Müller aus Delmenhorst glaubt, „dass die Vorführungen ausschlaggebend für die positive Resonanz der Bevölkerung seien.“ Insa Einemann aus Dötlingen nutzte den Tag, um gemütlich durch die Geschäfte zu stöbern. „Der Ganter-Tach ist etwas besonderes. Ich hoffe, dass er nächstes Jahr wieder in dieser Art stattfindet und freue mich schon darauf wieder zu bummeln.“


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NWZ/LANDKREIS/GANDERKESEE 3