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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Jedes Obst und Gemüse hat im Jahr seine Zeit

23.05.2019

Ganderkesee-Hollen Jedes Obst und Gemüse ist heutzutage nahezu das ganze Jahr über im Einzelhandel verfügbar. Wer aber bewusst saisonal einkauft, erhält nicht nur beste Qualität, sondern schont auch den Geldbeutel und das Klima, betonen Marina Becker-Kückens und Claudia Kay vom Regionalen Umweltbildungszentrum Hollen (RUZ/Ganderkesee). „Außerdem unterstützt man so die Landwirte vor Ort“, ergänzt Ernährungsexpertin Kay.

Regional angebautes und saisonal geerntetes Obst und Gemüse schmeckt besser, vermeidet unnötige Umweltbelastungen durch weite Transportwege und übermäßigen Wasserverbrauch durch Anbau in trockenen Regionen der Erde. „Und es bietet die Möglichkeit, die Vielfalt der Jahreszeiten wieder neu zu entdecken“, wirbt RUZ-Geschäftsführerin Becker-Kückens. Außerdem zeige man damit Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln.

Was gerade Saison hat, zeigen Saisonkalender für Obst, Gemüse und Salat. „Auch bei uns im Norden gibt es in jeder Saison genügend Auswahl“, wissen die beiden Ernährungsexpertinnen. „Derzeit haben natürlich Spargel und Erdbeeren Hochsaison.“ Aber es gibt auch viele Salate, wie Batavia, Eisberg- und Endiviensalat. Im Juni kommen die ersten Strauchbeeren sowie Karotten und junge Kartoffeln. Im Sommer und Frühherbst gibt es Birnen, Weintrauben, Zwetschgen und Äpfel. Ein typischer Wintersalat ist der Chicorée. Dann ist auch Rüben- und Kohlsaison. Und ganz wichtig für das Oldenburger Land: der Grünkohl. „Den muss man nicht nur mit Pinkel und Kassler essen. Es gibt viele andere Verarbeitungsmöglichkeiten“, weiß Becker-Kückens – bis hin zum Smoothie. Bei einer Oldenburger Konditorei landet Grünkohl sogar in Pralinen.

Bei vielen saisonalen Produkten wird auch versucht, die Saison durch neue Züchtungen zu verlängern. Freilanderdbeeren aus heimischem Anbau gibt es mittlerweile bis weit in den Herbst hinein. Die RUZ-Geschäftsführerin findet dies im Grunde positiv. „Allerdings muss jeder für sich entscheiden, ob er etwa im Oktober immer noch Lust auf Erdbeeren hat.“ Außerdem seien ursprüngliche Sorten oft verträglicher als neue Züchtungen, die immer häufiger Allergien auslösen.

Überhaupt werben Becker-Kückens und Kay dafür, mit saisonalen Lebensmitteln bei der Verarbeitung öfter einmal zu experimentieren, etwa mit diversen Gewürzen. So könne man Abwechslung und Vielfalt auf den Teller bringen.

Dass es beim Verbraucher bei der Ernährungsbildung hapert, da sind sich alle Experten einig. „Viele wissen noch nicht einmal, dass es mehlige und festkochende Kartoffeln gibt und wofür man welche Kartoffel verwendet“, bedauert Becker-Kückens. Das RUZ-Hollen bietet daher ein umfangreiches Ernährungsprogramm vor allem für Schulklassen an. Neben dem Anbau und der Ernte von Obst und Gemüse – „wir bauen selbst zum Beispiel 15 verschiedene Kartoffelsorten an“, so die Geschäftsführerin – lernen die Kleinen im außerschulischen Lernort RUZ-Hollen wie Brot entsteht oder wie man ein nahrhaftes Frühstück zubereitet. „Wir wollen schon den Kleinsten zeigen, wie lecker regional-saisonale Lebensmittel schmecken und was man daraus alles machen kann“, erklären Kay und Becker-Kückens.

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