Ganderkesee - Immer mehr Demenzkranke werden von Ehrenamtlichen des Hospizkreises Ganderkesee-Hude betreut. Dort wurde jetzt die „Demenzbox“ vorgestellt, mit deren Hilfe ein schneller Zugang zu den betreuten Personen hergestellt werden soll.
Seit 2005 begleitet der Hospizkreis sterbende Menschen auf dem letzten Lebensweg sowie deren Angehörige. Die Betroffenen werden dabei von ehrenamtlichen Hospizbegleitern unterstützt, überwiegend im häuslichen Bereich, zunehmend aber auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen.
Betreuung erfordert Einfühlungsvermögen
Die Ehrenamtlichen nehmen sich viel Zeit für Gespräche, hören zu und versuchen, den Sterbenden auf ihrem letzten Weg Unterstützung anzubieten. Dabei hat die Begleitung von Demenzkranken im Hospizkreis in den letzten Jahren stetig zugenommen.
Um eine Beziehung zu einem Menschen mit Demenz aufbauen zu können, bedarf es viel Einfühlungsvermögen, Zuwendung und Geduld. „Unter den Hospizbegleitern entstand daher der Wunsch nach einer Art ,Handwerkszeug’ für ihre Arbeit“, erklärte Koordinatorin Susanne Lebedinzew. Dieses soll vor Ort dabei helfen, einen möglichst schnellen und vertrauensvollen Zugang zu den Demenzkranken zu bekommen.
Ehrenamtliche Betreuer sind kreativ
Die vier Ehrenamtlichen Astrid Mackel, Traudel Gliese, Johanna Salva und Elke Kolodzie entwickelten aus dieser Idee die „Demenzbox“, die mit einem Fundus von großen Bildern aus alten Zeiten, einer Puppe, Massagebällen oder Nestelkissen bestückt ist.
„Aus der können sich die Ehrenamtlichen dann bedienen“, sagt Lebedinzew, abhängig davon, auf welche Reize die Betreuten am besten reagieren. „Manchmal muss ein Kontakt nonverbal, zum Beispiel durch Fühlen, aufgebaut werden“, so Lebedinzew, dazu seien dann Gegenstände wie Massagebälle nützlich.
Der Inhalt der „Demenzbox“ soll im Laufe der Zeit an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden. „Unsere Ehrenamtlichen sind sehr kreativ. Es gab zu Beginn schon mehr Ideen, als umgesetzt werden konnten“, freut sich Lebedinzew, „aber wir fangen jetzt erstmal an.“
