GANDERKESEE/HUDE - Über 60 Pilzarten haben die Teilnehmer der Pilzwanderung am Sonntag gefunden. Der Ganderkeseer Pilzsachverständige Georg Müller führte für die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems fast 100 Teilnehmer durch den Hasbruch.
Viele der gefundenen Arten waren essbar, einige aber auch ungenießbar und sogar giftig. Da wurden die Ochsenzunge, der knotige Schillerporling, Rotfußröhrlinge, hochgiftige Risspilze, Knollenblätterpilze, Stinkmorchel und viele weitere Arten gefunden. Der seltene Löwengelbe Dachpilz mit seinen leuchtend gelben Farben gehörte sicherlich zu den Höhepunkten. Dass dann auch noch bestimmte Teile des nicht essbaren Stinkmorchel in einem sehr jungen und geschlossenen Zustand doch essbar und sehr schmackhaft sind, hat viele Teilnehmer verblüfft. Georg Müller wies die Teilnehmer immer wieder darauf hin, dass man Pilze, die man nicht kennt, stehen lassen und in keinem Fall verzehren soll. Welche Folgen es haben kann, dieses oberste Gebot für Pilzsammler nicht zu beachten, beschrieb er anhand
von mehreren Vergiftungsfällen in dieser Region. Nach der dreistündigen Wanderung erklärte Georg Müller die Funde und beantwortet weitere Fragen. Die nächste Pilzwanderung wird erst im nächsten Jahr stattfinden.
