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Jahresrückblick Geschehen in Ganderkesee

Ganderkesee - Manch eines jener Themen, die die Gemüter in diesem Jahr erregt haben, schlug sich auch im Lokalen nieder – andere indes zogen an Ganderkesee fast spurlos vorbei. Die NWZ fasst zusammen, was 2019 in der Gemeinde passiert ist.

Gebaut

An mehreren Orten sind in diesem Jahr die Bagger angerückt: Südlich der Oldenburger Straße in Bookhorn sowie am Bargup in Bookholzberg sind nicht nur neue Baugebiete entstanden, sondern jeweils auch Kindertagesstätten eröffnet worden. Gebaut wird ebenfalls am Brüninger Weg in Bookhorn, und an der Westtangente haben Erschließungsarbeiten für ein neues Gewerbegebiet stattgefunden.

Wie schon 2018 waren von den zusätzlichen Baumöglichkeiten nicht alle begeistert: Mehrere Bürgerinitiativen haben immer wieder ihren Unmut – insbesondere über Planungen im Nordosten der Gemeinde – bekundet.

Deutlich weniger Kontroversen gab es dagegen bei den Projekten, von denen das Vereinsleben profitieren wird: Sowohl beim TSV Ganderkesee als auch beim VfL Stenum wird künftig auf Kunstrasen Fußball gespielt. Während der Platz beim TSV nahezu fertiggestellt ist, müssen sich die VfL-Spieler aber noch bis zum Frühjahr gedulden.

Auch die Vereine in Schlutter, Holzkamp und Hoyerswege werden dann einen neuen Treffpunkt nutzen können: In Hoyerswege wurde mit dem Bau einer Sport- und Schießanlage begonnen, die im Frühjahr 2020 fertig werden soll.


Gestartet

Mehrere große Filialisten haben Ganderkesee für sich entdeckt: So siedelte sich im Gewerbegebiet Bookhorn das Dänische Bettenlager an, an der Bergedorfer Straße eröffnete ein Action-Markt und Subway belegte Sandwiches an der Grüppenbührener Straße.

Eine gute Nachricht konnte die Gemeinde im Juni verkünden: Nach langer Suche war ein Investor für das ehemalige LzO-Gebäude am Markt gefunden: Ludwig Logemann lässt die Immobilie derzeit umbauen. Dort werden 2020 unter anderem das Eiscafé La Gondola und ein italienisches Restaurant den Betrieb aufnehmen.

Gedauert

In Geduld üben mussten sich 2019 weiterhin die Initiatoren des geplanten Informations- und Dokumentationszentrums Freilichtbühne Bookholzberg (IDZ). Immerhin sind sie ihrem Ziel einige Schritte näher gekommen: Das Gebäude, in dem das IDZ unterkommen wird, ist jetzt im Besitz der Gemeinde.

Auch ein anderes Langzeitprojekt hat zwar Gestalt angenommen, ist aber noch keineswegs fertig: Am neuen Unterkunftsgebäude für das Technische Hilfswerk Hude-Bookholzberg wurde im August Richtfest gefeiert. Der angepeilte Einzugstermin Anfang 2020 wurde allerdings erneut verschoben. Auch die Bookholzberger Feuerwehr ist ihrem neuen Domizil am Wellenhofsweg einen guten Schritt näher gekommen: Im September hat die Gemeinde den Bauantrag für den Neubau gestellt.

Auf dem Trockenen saßen – aber völlig planmäßig – all jene, die im heißen Sommer gerne das Freibad besucht hätten: Wegen der Sanierungsarbeiten war das Bad das ganze Jahr geschlossen. Die Arbeiten sollen zum Saisonstart 2020 wie geplant abgeschlossen sein. Allerdings steigen die Kosten abermals – (um rund eine Million) auf insgesamt gut 10 Mio. Euro.

Gefeiert

Es gab allerlei Anlässe zum Feiern: Die Gemeinde Ganderkesee wurde im September für ihre Bemühungen um den fairen Handel als Fairtrade-Gemeinde ausgezeichnet. Auch die beiden Städtepartnerschaften wurden gepflegt: Im französischen Château-du-Loir übergab Bürgermeisterin Alice Gerken anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit der französischen Stadt einen Kunst-Ganter, und im September besuchte erstmals eine gut 50-köpfige Delegation aus Ganderkesee Pultusk.

Eine besondere Ehre wurde der Gemeinde im März wegen ihrer berühmten Orgel in der St.-Cyprian-und-Corneliuskirche zuteil: Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler eröffnete hier die landesweite Jubiläumskampagne zum Orgeljahr 2019, die an den vor 300 Jahren verstorbenen Orgelbauer Arp Schnitger erinnern sollte.

Geschwitzt

Zwei breitensportliche Großereignisse fanden ihre Fortsetzung: Ende Juni erliefen 178 Teilnehmer beim Hospiz-Spendenlauf am Falkensteinsee – bei 32 Grad Celsius im Schatten – knapp 22 000 Euro zugunsten des Falkenburger Laurentius-Hospizes. Im Oktober lockte der Hindernislauf „Immer extrem“ mehr als 850 Hartgesottene in den Schlamm. Alle hatten trotz strömenden Regens viel Spaß.

Geschwitzt haben auch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in diesem Jahr wieder häufig: Zu den größten Einsätzen zählte im Juli der Brand eines Mehrfamilienhauses an der Lindenstraße, von dem unter anderem die Kinderkrippe Sonnenblume betroffen war.

Geärgert

Während sich die weltweiten Klimaproteste in Ganderkesee nur moderat niederschlugen, sorgten die Unmutsäußerungen der Landwirte vor Ort für deutlich mehr Aufsehen. Die größte Protestveranstaltung fand spontan am 14. Dezember statt, als Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies wegen eines Termins im Rathaus in Ganderkesee zu Gast war. Rund 400 Landwirte kamen mit 220 Traktoren im Ortskern zusammen und diskutierten mit Lies.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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