GANDERKESEE - Zusammen feiern sie in diesen Tagen ihren 107. Geburtstag. Grund genug, um mit besonderen Attraktionen, bunten Luftballons und einem kleinen Sektempfang mit Freunden, Bekannten und der Politik den Tag zu begehen. Die Rede ist von den Geschäften „Polsterei und Lederwaren Einemann“, „Stoff-Truhe“ , „natürlich . . . Der Bioladen“ und „Elvi’s Look“ an der Wittekindstraße in Ganderkesee. Der Sektempfang, auf dem auch Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas erschien, fand am Mittwoch statt.

Positive Aspekte betonen

„Wir feiern hier das Bestehen unserer Geschäfte und eine positive Zukunft“, sagte „Elvi’s Look“-Inhaberin Elvira Hupasch auf die Frage, ob sie die Auswirkungen der Wirtschaftskrise spüre. Natürlich merke man, dass der Umsatz nicht weiter wachse, sondern stagniere, grundsätzlich entspringe die Entscheidung zum Einzelhandel aber der inneren Überzeugung, dass sich der Einsatz lohne, fügte Maria Henke, seit fünf Jahren im Bioladen, an. Und auch Gisela Einemann, deren Familiengeschäft seit 75 Jahren und in der dritte Generation mit Ehemann, Sohn und Schwiegertochter betrieben wird, betonte die glücklichen Aspekte ihrer Tätigkeit: „Wir wahren die Tradition und das Bewusstsein für den Einzelhandel“, ist sie sich sicher. Maria Kuhrke, seit 25 Jahren Inhaberin der „Stofftruhe“, sah in der Feier auch die Einladung an alle Anwohner, sich für die hiesigen Geschäfte zu interessieren. „Das Fest zeugt von guter und enger Nachbarschaft und ist eine gute Werbung für den Zusammenhalt unter den

Geschäftsleuten“, war das Damen-Quartett überzeugt.

Gustav Henke, Festredner und Ehemann von Maria Henke, verwies auf die zum Teil bewegte Geschichte der Betriebe und betonte, dass es jedem Geschäft gelungen sei, mindestens einen Mitarbeiter über die Jahre zu beschäftigen.


Leistung anerkennen

Ein Aspekt, den auch Alice Gerken-Klaas hervorhob. „Nicht nur was wir tun, sondern auch, was wir getan haben, ist von Interesse“, appellierte sie an die Gäste, die Geschichte der Jubilare zu würdigen. Alle vier „Powerfrauen“ würden ihre Fachbetriebe mit viel Engagement und Können nach Außen vertreten. „Ihre Leistung für den Ort ist wichtig. Durch Sie rückt der Ortskern auch im Randgebiet näher zusammen“, dankte sie den Jubilaren.