GANDERKESEE - Dem allgemeinen Geburtenrückgang zum Trotz: Ganderkesees Kindertagesstätten sind weit davon entfernt, allmählich zu verwaisen. 1049 Plätze stehen ab August in den 16 Häusern zur Verfügung – mehr, als in den meisten Vorjahren. Doch beim genaueren Hinsehen wird schnell klar: Die entstandenen Lücken wurden und werden mehr und mehr durch jüngere „Krippenkinder“ gefüllt.

Die Gemeinde werde im bevorstehenden Kindergartenjahr für alle Kinder ab drei Jahren auf Wunsch einen Vormittagsplatz zur Verfügung stellen können, sagte die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin Anke Lehmkuhl. Im Ort Ganderkesee, wo in früheren Jahren die Nachfrage nach Vormittagsplätzen teils nicht gedeckt werden konnte, habe sich die Situation bereits im Jahr 2007 durch die Erweiterung des Jona-Kindergartens (plus 25 Vormittagsplätze) und das neue Kinderhaus (20 Vormittagsplätze) spürbar entspannt.

Zusätzliche Vormittagsplätze bietet die Gemeinde ab 1. August 2008 in Elmeloh, Falkenburg und Grüppenbühren an. In den drei Orten wurden die bisherigen Spielkreise zu Kindergärten ausgebaut – wodurch die Platzzahl jeweils von 20 auf 25 steigt.

Eine Änderung steht auch im „Spatzennest“ in Schierbrok bevor. Hier fallen 25 Plätze weg, dafür gibt es 15 Krippen- und zehn Nachmittagsplätze.

Was die Nachmittagsplätze angeht, beobachtet Anke Lehmkuhl ansonsten eine seit längerem sinkende Nachfrage. Eine logische Konsequenz: Nachdem schon im Jahr 2007 die Zahl der Nachmittagsplätze um insgesamt 40 verringert wurde, werden zum Jahr 2008 20 weitere Plätze gestrichen (je zehn in den Kindergärten am Habbrügger Weg und St. Bernhard/Bookholzberg).


Unterm Strich seien die Häuser recht gut ausgelastet, sagte Anke Lehmkuhl. Teils gebe es noch einzelne freie Plätze. Sechs Einrichtungen seien ausgebucht.