GANDERKESEE - Jetzt sind die Kündigungen raus: 63 Mitarbeiter werden bei Terex Atlas in Ganderkesee betriebsbedingt entlassen – diese Zahl nannte Terex-Personalvorstand Michael Wöhler am Mittwoch auf Nachfrage der NWZ . Weitere 39 Stellen würden über die Vorruhestandsregelung abgebaut und 29 Kolleginnen und Kollegen gehen in Altersteilzeit.
Zusammen mit elf Fällen, in denen Aufhebungsverträge mit einer Abfindung vereinbart wurden, beläuft sich die Reduzierung der Arbeitsplätze am Terex-Standort Ganderkesee auf 142 – anvisiert waren ursprünglich 146. Dennoch betrachtet Michael Wöhler den Personalabbau zunächst als abgeschlossen, wenngleich „es noch einzelne Gespräche geben kann.“ In dem Werk sind künftig noch 285 Mitarbeiter beschäftigt.
„Deprimierend“ nannte Betriebsrats-Vorsitzender Horst Finger die Entwicklung. Seinen Angaben zufolge handelt es sich sogar um 65 Kündigungen. Offen sei auch noch der Verbleib von 22 Mitarbeitern des Ersatzteil-Dienstes – eventuell werde dieser Bereich im vierten Quartal noch nach Delmenhorst verlagert.
Michael Wöhler betont, dass auch dem Vorstand die Maßnahmen nicht leicht gefallen seien. Man habe sich aber bemüht, verträgliche Lösungen zu finden. Bei der Altersteilzeit etwa sei die Regelung finanziell „attraktiver“, als das Gesetz es vorschreibe. Der Personalvorstand lobte die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat: „Auf die Absprachen konnte man sich verlassen – das ist nicht in allen unseren Werken so“.
Horst Finger traut der Kooperation indes nicht recht über den Weg: „Das ist so eine schnelllebige Zeit – wer weiß, was noch alles kommt.“In der Produktion laufe die „Kurzarbeit null“ weiter und die wirtschaftliche Lage sei nach wie vor niederschmetternd. „Ich habe so etwas noch nicht erlebt“, kommentiert der Arbeitnehmer-Vertreter die Situation.
Auch Wöhler sieht keinen Silberstreif am Horizont. „Bei einigen Produktionslinien ist die Nachfrage noch schlechter geworden“, räumt er ein. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit“ werde die Kurzarbeit das ganze Jahr 2009 andauern – „und 2010 muss man mal sehen“.
