GANDERKESEE - Vollkommen unverständlich ist für den Ganderkeseer Umweltexperten Georg Müller, dass bei der Bewertung des Regenwasserbeckens im Industriegebiet die Belastung mit Schwermetallen, insbesondere mit Chrom, keine Rolle mehr spielen soll. Nach der Vorlage für den Ausschuss für Straßen, Verkehr, Umweltschutz und Landwirtschaft an diesem Donnerstag, 18 Uhr, sind nicht mehr erhöhte Chromwerte der Grund für die vom Sachverständigen Dr. Kasimir Pirwitz empfohlene Deponierung des Sedimentes. Vielmehr sei es die Belastung mit Kohlenwasserstoffen von Verkehrsflächen, die eine Entsorgung und Deponierung nötig machten. Müller weist darauf hin, dass die dieser Beurteilung zugrundeliegende Abwassersatzung der Gemeinde „in Teilen nicht gesetzeskonform“ sei. Insbesondere die Abwasserwerte lägen teilweise um das Fünffache höher als die gesetzlichen Vorgaben. Zudem widerspreche die Vorlage dem, was Pirwitz in seinem Gutachten

geschrieben habe. Dort stehe, dass der Chrom-VI-Anteil „relevant“ sei.

Auch der Landkreis als untere Wasserbehörde hat auf der Umweltausschusssitzung am Dienstag der Gemeinde mit auf den Weg gegeben, die Grenzwerte der Satzung den aktuellen Gesetzen und Verordnungen anzupassen.