GANDERKESEE - Ein bisschen erinnert es an die Arche Noah, was da am Dienstag im Ganderkeseer Jugendzentrum Trend entstand. Nur war es kein Boot, sondern ein „Fesselballon“, der dort die Rettung von Menschen und Tieren symbolisierte. Der Hintergrund: Mit dem Fluggerät beteiligen sich einige jüngere Kinder an der Aktion „Meine Botschaft für Rio“ – außer Konkurrenz zwar (weil sie allesamt noch nicht zehn Jahre alt sind), aber mit großem Einsatz.
Insgesamt 23 jüngere und ältere Kinder nehmen derzeit im Trend an der gemeinsamen Aktion des Kinderhilfswerks terre des hommes und derNWZ
teil. Die Mädchen und Jungen aus dem Landkreis Oldenburg verbringen im Jugendzentrum einen Teil der Herbstferien, sie werden von der Viasol gGmbH betreut.„Baff“ sei sie, wie lange und konzentriert sich die Kinder mit der Bedrohung und dem Schutz der Umwelt auseinandersetzen, meinte Thea Havemann, Leiterin der Ferienbetreuung. Doch für Lore Giesen von der terre des hommes-Arbeitsgruppe Ganderkesee/Delmenhorst liegt der Grund auf der Hand: „Das ist ein Thema, das Kinder beschäftigt.“
Lore Giesen hatte es übernommen, die jüngeren Kinder bei ihrem Beitrag zu unterstützen. Das Konzept hier: Ein Fesselballon aus Pappmaché sollte die „Erde“ darstellen. Mit Pinsel und Farbe entwarfen die Kinder darauf Fantasiekontinente, Inseln und Ozeane. Auf diese „Erde“ klebten sie dann selbst gemalte Tiere, die es zu schützen und zu erhalten gelte – „Flamingos“ waren hier der siebenjährigen Linnea aus Kirchhatten wichtig, „Robben, Korallen und Fische“ steuerte die gleichaltrige Leandra aus Ganderkesee bei.
„Bunte Welt“ sollte der Fesselballon heißen, beschlossen die Kinder. Ein buntes Bild sollte auch die Besatzung im Netz (statt eines Korbes) unter dem Ballon bieten: Kinder aus aller Welt sollten da mit an Bord sein – und „Ballast“ (wie Gift oder Müll) abwerfen.
Ein paar Zimmer weiter, in der Küche des Trend, gingen unterdessen ältere Kinder ans Gestalten von Bannern. Da warben zum Beispiel die elfjährige Miriam aus Dötlingen und die 13-jährige Gesine aus Ganderkesee mit Pinsel, Farbe und viel Fantasie für regenerative Energien – und spielten mit dem Bild eines Eisbären auf einer schrumpfenden Eisscholle auf Folgen des Klimawandels an.
Teils sei bei den älteren Kindern auch intensiv über die Bannergestaltung beratschlagt worden, berichtete terre des hommes-Mitstreiterin Regina Hewer. „Da ist auch soziales Lernen dabei.“
