GANDERKESEE - Es gab viel zu besprechen, als sich an diesem Montag der Kreisvorstand der SPD-AG „60plus“ im Oldenburger Hof traf. Es ging um mehr als die Festlegung von Terminen für Aktionen zur Europawahl.
Mit dem Bundestagsabgeordneten Holger Ortel wurde über die Finanz- und Wirtschaftskrise diskutiert. Man war sich darüber einig, dass es sich hierbei nicht um eine allgemeine Flaute handele, sondern um eine Krise, die sich trotz der Konjunkturpakete im zweiten Halbjahr stärker auswirken werde.
„Krise gerecht meistern“
Die SPD-Senioren, die 1945 den wirtschaftlichen Zusammenbruch miterlebt hatten, waren der Meinung, dass die aktuelle Krise gemeistert werden könne. Jedoch müssten die entstehenden Lasten gerecht verteilt werden.
„Wer dann noch – wie die FDP – 35 Milliarden Steuererleichterung verspricht, muss sagen, wo er Leistungen einschränken will – bei Rentnern, Geringverdienern und den Menschen, bei denen der Arbeitsplatz in Gefahr ist“, sagt Holger Ortel.
Wenig Verbrauch belohnen
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung waren die Gas- und Strompreise. Kreisvorsitzender Hermann Bokelmann hatte die EWE um eine Stellungnahme zur Medien-Kritik an den hohen Energiepreisen gebeten. Die Ankündigung einer Preissenkung zum 1. Juli wurde begrüßt.
Zusätzlich regten die SPD-Senioren zur Entlastung der Haushalte mit geringem Energieverbrauch die Abschaffung der Grundpreise an. Die aktuelle Preisstaffelung sei ein Anreiz zum stärkeren Verbrauch. Dagegen solle ein geringer Energieverbrauch mit niedrigen Preisen belohnt werden.
Mehr Büros für Senioren
Des Weiteren sahen sich die SPD-Senioren in ihrer Forderung bestätigt, in allen Gemeinden Seniorenservicebüros und Pflegestützpunkte einzurichten. Im Landkreis Diepholz würden bereits sieben Servicebüros Beratung und Unterstützung für Senioren anbieten. Im Landkreis Oldenburg sei lediglich das Seniorenservicebüro im Rathaus Wardenburg vorhanden. Um weitere Planungen für Einrichtungen voran zu treiben, sei im Juni ein Besuch bei „Pro Dem“ in Stuhr-Brinkum geplant.
