GANDERKESEE - Kribbeln in der Nase, gerötete Augen und massiver Taschentuchverbrauch kennzeichnen ihn: den Heuschnupfen. „Seit etwa drei bis vier Wochen macht sich der Pollenflug bemerkbar: Patienten kommen mit ihren Symptomen zu mir“, erklärt Jaweed Qaneh, Facharzt für Allgemeinmedizin in Ganderkesee.

Alljährlich leiden vorwiegend jüngere Menschen unter den Symptomen des Heuschnupfens, aber auch ältere Menschen hätten zunehmend mit den allergischen Reaktionen zu kämpfen, so Qaneh.

Pollen haben Hochsaison

Martina Richter, Mitarbeiterin der Pelikan-Apotheke, erklärt in einem Gespräch: „Jetzt im April beginnt die Hochsaison für Heuschnupfen. Anhand des Pollenkalenders kann man erkennen, dass Pollen der Pflanze Beifuß, umgangssprachlich auch Besen- oder Gänsekraut genannt, noch bis in den Oktober hinein Allergien auslösen können.“ Der Pollenflug beginnt dann bereits wieder im Januar, wenn Erle und Haselnuss blühen, so Richter. Medizinische Abhilfe gibt es in fast allen Formen: Als Tabletten oder als Spray für die Nase oder die gereizten Augen.

Wer besondere Probleme mit vom Heuschnupfen irritierten Augen hat, dem empfiehlt Maria Henke, Inhaberin des Bioladens, sich mit „Augentrost“ getränkte Wattepads auf die Augen zu legen: „Die Heilpflanze Augentrost ist ein Bestandteil von vielen homöopathischen Arzneimitteln.“


Wenn die Symptome besonders lange auftreten, ist eine Kortisonspritze gegen die allergischen Reaktionen ratsam. Die antiallergische Wirkung kann vier bis sechs Wochen anhalten – die Wirkung sei aber von Patient zu Patient unterschiedlich, so Facharzt Qaneh.

Vorbeugung hilft

Yvonne Höffmann aus Ganderkesee ist eine junge Mutter und versucht, Allergien im Keim zu ersticken. „Seitdem ich nicht mehr stillen kann, lege ich bei der Babynahrung meiner kleinen Tochter Wert darauf, dass Zusatzstoffe gegen Allergien enthalten sind. Außerdem gehen wir viel nach draußen – das härtet ab.“