Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

PROJEKTTAG Nachhilfe bei der Berufswahl

ANNA ZACHARIAS

GANDERKESEE - Was qualifiziert mich für den Beruf? Was gehört in die Bewerbungsmappe? Was erwartet mich im Vorstellungsgespräch? Diese und andere Fragen beantworteten den Schülern der neunten Realschulklassen am Montagmorgen potenzielle Arbeitgeber in der Haupt- und Realschule Ganderkesee.

„Wir starten mit diesem Projekttag ein neues Konzept der Berufsvorbereitung“, sagt Konrektorin Diana Hettwer. Zusätzlich zu den Betriebspraktika sollten die etwa 90 Schüler einen Eindruck davon bekommen, was bei Bewerbungen wichtig ist.

Was die Firmen bei den Bewerbern oft bemängeln, sind unzulängliche Bewerbungsmappen. „Häufig sind es Flüchtigkeitsfehler: Mal ist es die Rechtschreibung, mal die fehlende Unterschrift oder die falsche Stellenbezeichnung“, sagt Elke Henken von der Rentenversicherung. Auch fehle oft eine plausible Begründung dafür, warum sich die Person für den jeweiligen Beruf interessiert. „Wenn ein Schüler schreibt, er beschäftige sich gerne mit Rentenbescheiden, dann nehme ich ihm das nicht ab“, so Henken.

Außer ihr waren Vertreter der Telekom, des Finanzamtes Delmenhorst, der LzO und der Firma Sandkuhl dabei. „Wir wünschen uns, dass beim nächsten Mal noch mehr Unternehmen bei unserer Aktion mitmachen“, sagte Hettwer. Bevor eine Bewerbung überhaupt Sinn ergebe, müssten die Aufgaben des angestrebten Berufsbildes klar sein – viele Schüler wüssten aber nicht, welche Aufgaben sich hinter den Berufsbezeichnungen verbergen.

Bei den Schülern fand der Projekttag großen Anklang. „Ich kann mir schon vorstellen, auf dem Gebiet zu arbeiten“, sagte Madita Reffmann. „Wir haben gelernt, wie man sich kleiden soll und dass der Blickkontakt gehalten werden soll.“, sagte die 15-Jährige.


Im Vorfeld hatten viele zur Probe Bewerbungsmappen angefertigt. „Es waren Schüler dabei, die ich so einstellen würde“, so Henken. Carsten Wiechmann von Sandkuhl war da vorsichtiger. Jan Simon Biermann, der sich mutig als erster zum Vorstellungsgespräch ans Lehrerpult setzte, hätte bei ihm trotz guten Auftretens erstmal ein Praktikum absolvieren müssen – wegen mangelnder Vorerfahrung als Tischler.

Was macht eine Bewerbungsmappe Aus?

Aus dem

Anschreiben

sollte hervorgehen, auf welche Stelle sich der Kandidat bewirbt. Es sollte eine Darstellung der eigenen berufsrelevanten Fähigkeiten folgen – am besten mit Beleg – sowie eine Begründung der Motivation für die Bewerbung. Wichtig ist, dass jede Firma eine individuell auf sie zugeschnittene Mappe erhält. Das bedeutet: es sollten keine Massenanfertigungen vorgenommen werden. Gute Kenntnis des Firmenprofils kann ebenfalls relevant für die Entscheidung für oder gegen einen Bewerber sein.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden