Ganderkesee - Ins Wasser springen, ein Spielzeug ins Maul nehmen, zum Beckenrand paddeln, herausklettern und sich schütteln, dass die Tropfen fliegen: Zahlreiche Vierbeiner folgten beim ersten Hundeschwimmen im Ganderkeseer Freibad dieser Routine.

Ganz ohne Anreiz machten sich die Hunde das Fell aber nicht nass: Herrchen und Frauchen standen am Beckenrand und warfen Spielzeuge. „Man muss was reinwerfen, dann springt er“, sagte Christina Tönjes über ihren Jack-Russell-Terrier Stinson, der sein Spielzeug unermüdlich aus dem Schwimmer-Becken holte. Die Hundebesitzerin und ihr Mann trugen Neopren-Anzüge, um mit ins Wasser gehen zu können.

Miniatur-American-Shepherd-Rüde Findus steckte in einer leuchtend orangen Schwimmweste: „Er hat ein sehr dickes Unterfell, das sich vollsaugt“, sagte Besitzein Nina Weyh. „Mit der Weste kann er besser über Wasser bleiben.“ Einige Hundebesitzer schwammen mit ihren Tieren oder versuchten, sie ins Wasser zu locken. Das funktionierte nicht immer. Manche Hunde patrouillierten am Beckenrand entlang und verfolgten das Geschehen im Wasser, andere tobten lieber über die Liegewiese oder durchs Planschbecken.

Die beiden Mischlinge Pacco und Pepper lagen mit Besitzerin Silke Sarnow auf einer Decke unterm Sonnenschirm. Die Delmenhorsterin war begeistert von der Aktion: „So was muss man mal mitgemacht haben“, meinte sie. Louisa, Hündchen von Freibad-Chef Henry Peukert, verfolgte das Planschen und Paddeln der Artgenossen lieber von Herrchens Arm aus. „Leider ist sie wasserscheu“, sagte Peukert über die Mini-Bolonka-Hündin. Trotzdem steht für den Hundebesitzer fest, dass die Aktion wiederholt werden soll. Bereits am Vortag war die Chlorzufuhr für das Bad gestoppt worden, das in Kürze umgebaut wird.

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee