GANDERKESEE - Vieles wurde bereits erreicht, doch so manches bleibt noch zu tun: Diese Bilanz hat der alte und neue Vorsitzende des Seniorenbeirates, Uwe Lisson, am Freitag auf der Jahreshauptversammlung gezogen. „Unser besonderes Anliegen ist es, Mitglieder aus allen Teilen der Gemeinde in unserem Kreis zu haben“, sagte Lisson. Aus diesem Grund sei er froh, dass der Ortsverein Falkenburg-Habbrügge und der Ortsverein Schönemoor der AWo künftig mitarbeiten. Beide Einrichtungen wurden am Freitag einstimmig in den Beirat aufgenommen.
Der Beiratsvorsitzende wies in seinem Tätigkeitsbericht darauf hin, dass die Sicherung der Mobilität von mehr als 8000 Senioren in der Flächengemeinde Ganderkesee eine ständige Aufgabe sei. Nicht nur Arztbesuche und Behördentermine seien für etliche ältere Ganderkeseer nur mühsam wahrzunehmen, auch das Einkaufen werde gelegentlich zum Problem. Der Seniorenbeirat habe bereits ein Senioren-Taxi ins Spiel gebracht, das von der Gemeinde bezuschusst wird. Aufgrund der Finanzlage der Kommune sei dieser Antrag aber zurückgestellt worden. Ebenfalls vorgeschlagen worden war die Verlängerung der Bürgerbus-Linie 220 bis zum Klinikum Delmenhorst. Doch die derzeitigen Taktzeiten lassen eine Ausweitung der Route nicht zu. Großen Wert legt der Beirat darauf, dass Pkw-Parkplätze so breit sind, dass auch Gehbehinderte gut ein- und aussteigen können. „Grundsätzlich“ sollte eine Breite von 2,75 Metern nicht unterschritten werden. Dies sei jedoch meistens der Fall. Die Parkplätze in der Rathausstraße beispielsweise sind nur 2,3 Meter breit.
Behinderten-Parkplätze in der Nähe von Arztpraxen sind ebenfalls ein Problem, sagte Lisson. Der Beirat habe 21 niedergelassene Ärzte angeschrieben, aber nur drei Rückmeldungen bekommen.
Kritisch äußerte sich Lisson zur Einrichtung des Pflegestützpunktes. Mit dem Kompromiss, dass der Stützpunkt auf die Standorte Wildeshausen und Ganderkesee aufgeteilt wird, könne der Seniorenbeirat durchaus leben. Allerdings liege der Beschluss des Sozialausschusses zugunsten des Pflegestützpunktes bereits mehr als ein Jahr zurück, ohne dass sich etwas getan hätte.
Ausdrücklich begrüßt wurde vom Seniorenbeirat der Bau einer Sauna neben dem Freibad. Damit bestehe die Möglichkeit, die Anlage langfristig zu einem Gesundheitsbad auszubauen.
Die Hälfte des Vorstandes musste in diesem Jahr neu gewählt werden. In offener Abstimmung wurden Uwe Lisson (Vorsitzender), Monika Brandt (Schriftführerin) und Erika Lisson (Beisitzerin) einstimmig wiedergewählt. Ebenfalls Beisitzerin ist Ursula Wilts. Sie war im vergangenen Jahr für Ingeborg Biallas kommissarisch in den Vorstand berufen worden.
