GANDERKESEE - Vor kurzem hat die Nageldesignerin ihr Studio eröffnet. Sie achtet sehr auf gepflegte Hände.

von daniela zenth

GANDERKESEE - Christine Meissner kann es einfach nicht lassen – im Gespräch, beim Einkaufen, in der Bank – „immer und überall gucke ich den Menschen auf die Hände“. Und das ist ja auch kein Wunder, denn die 39-Jährige ist gelernte Nageldesignerin, und gepflegte Hände sind in ihrem Beruf eben das A und O. Als Christine Meissner „mit 18“ das erste Mal künstliche Fingernägel ausprobierte, gab es für sie kein Zurück mehr. Nach der Lehre musste ein eigenes Nagelstudio her!

Dieses betrieb sie fünf Jahre von Zuhause aus in Bookholzberg. „Ein eigenes Ladenlokal ist aber schöner und sieht auch viel professioneller aus.“ Den Raum dafür fand sie in der Passage Alte Eiche in Ganderkesee.

Kurz vor der Eröffnung herrschte „pures Chaos“, erinnert sich die gebürtige Delmenhorsterin. „Die Ware kam erst einen Tag vorher, und ich hatte wirklich Angst, wie ,fashion Nails’ von den Ganderkeseern angenommen wird.“ Doch mittlerweile entspannt sich die Lage der leidenschaftlichen Fahrrad- und Motorradfahrerin, denn seit der Eröffnung am 4. November, lief das Nagelstudio „super“ an, zeigt sie sich zufrieden.

Die Kunden, die die Ladenglocke zum Bimmeln bringen, haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. „Je nach Typ, Wunsch und Nägelbeschaffenheit“ findet Christiane Meissner die passende Form, Farbe (momentan sind Herbsttöne wie dunkelrot oder -braun im Trend) oder Nagellänge. Das Repertoire reicht dabei von einfacher Maniküre, Paraffin-Behandlung oder Verlängerung der Nägel bis hin zu künstlichen Fingernägeln und „Nail-Art“. Wer mag, kann sich auch ein individuelles Piercing für den Fingernagel stechen oder seine Hände mit pflegenden Cremes verwöhnen lassen. Und auch Nagelkauer dürften bei „fashion Nails“ Abhilfe für diese „dumme Angewohnheit“ finden.

Den Herren der Schöpfung empfiehlt Christine Meissner, „sich ein bisschen mehr um Hände und Nägel zu kümmern“. Männer seien da „leider“ etwas „zurückhaltend“. Dabei sollten sie eigentlich wissen, dass die Blicke der Frauen sogar ziemlich häufig zuerst auf die Hände fallen.