Ganderkesee/Stenum - Der Chef selbst sitzt am Steuer des alten VW-Bullis, wenn sich das Team der Fachklinik für Orthopädie in Stenum in den Faschingsumzug einreiht. Und nicht nur das: Dr. Karsten Ritter-Lang, ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Klinik, bringt auch seine Praxis-Mitarbeiter aus Berlin mit nach Ganderkesee. „Er war der erste, der gefragt hat, ob wir in diesem Jahr wieder mitmachen“, sagt Daniela Wolff, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.
Als „The Bone Family“ waren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus allen Bereichen der Fachklinik beim Umzug 2019 erstmals dabei. „Wir sind als Krankenhaus gegangen“, berichtet Daniela Wolff. Das machte nicht nur dem Team aus Stenum Spaß, sondern gefiel auch den Zuschauern an der Strecke: „Wir haben ein gutes Feedback bekommen. Alle waren begeistert vom VW Bus.“
Der alte Krankenwagen von 1971, der früher durch Brasilien rollte, soll deshalb diesmal besonders in Szene gesetzt werden. Passend zum Alter des Bullis wollen sich die Stenumer in schrille 70er-Jahre-Outfits werfen. Unter dem Motto „Wild, frech und wunderbar“ darf jeder das Jahrzehnt der Hippies so lebendig werden lassen, wie er möchte. „Wir haben gesagt, es kann ruhig bunt sein“, sagt Physiotherapeutin Daniela Vlach. Nur die Haarfarbe ist vorgegeben: Perücken mit braunen Haaren sind für die rund 30 Umzugsteilnehmer Pflicht.
Auch der alte Bus soll mit Flower-Power-Blumen und Fähnchen bunt geschmückt werden. Außerdem hat das Krankenhaus-Team im großen Stil Bonbons, Popcorn und anderes Wurfmaterial eingekauft. „Im letzten Jahr haben alle so begeistert geworfen, dass schon nach der ersten Ecke alles leer war“, berichtet Daniela Wolff. Besonders schön finden die Organisatoren, dass Kollegen und Kolleginnen aus allen Abteilungen der Fachklinik dabei sind – Mitarbeiter der hauswirtschaftlichen Abteilung feiern mit Krankenschwestern, Physiotherapeuten und Ärzten. Einige machen zum ersten Mal mit und wissen überhaupt noch nicht, was beim Fasching auf sie zukommt. Auch Kinder dürfen mitgebracht werden.
Groß ist die Freude aufs Treffen unmittelbar vor dem Umzug: „Ich bin gespannt, wie alle aussehen“, sagt Daniela Wolff. Doch der Auftritt der „Knochen-Familie“ aus Stenum ist nicht nur ein großer Spaß, sondern dient auch der Team-Bildung. Es sei eine Gemeinschaftssache, durch die man die Kollegen einmal anders kennenlerne, meint Daniela Wolff. „Und es ist charmant, auch den Chef mal ganz anders zu sehen.“ Denn der fährt schließlich den Bulli.
