GANDERKESEE - Mehr als 20 Minuten saßen viele Ganderkeseer am Abend im Dunklen. Kunden in Geschäften reagierten erschrocken.

Von Markus Minten

GANDERKESEE - Es war 19.05 Uhr, als Ganderkesee gestern Abend in Dunkelheit versank. Licht spendeten nur noch die Autoscheinwerfer, die durch den Ort fuhren. Beleuchtung und elektrische Geräte in Wohnungen, Geschäften und Behörden fielen aus.

So saß auch Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas mit ihren Mitarbeiterinnen Anke Fink-Heinemann und Evelyn Breithaupt plötzlich im Dunkeln. „Das war irgendwie auch ganz gemütlich“, schilderte die Verwaltungschefin das 20-minütige Beisammensein bei Kerzenschein. Und Gerken-Klaas gewann dem Stromausfall noch mehr Gutes ab: „Die gesamte EDV ist Dank der unterbrechungsfreien Stromversorgung wieder hochgefahren.“

Weniger gemütlich fanden den Stromausfall Kunden im Lidl-Markt an der Langen Straße, denen beim Ausfall der Beleuchtung ein gehöriger Schrecken in die Glieder. Ein Kunde sprach gegenüber der NWZ von „besorgten Menschen“. Bei famila nahmen die „relativ wenigen Kunden“ den „Blackout“ nach Auskunft eines Mitarbeiters hingegen „mit Humor“. Nach dem Stromausfall habe man normal weiterarbeiten können.

Für die Polizei war der Stromausfall „nicht relevant“, soll heißen, es kam zu keinen Unfällen oder anderen Vorkommnissen. Extra Streife gefahren oder der Verkehr geregelt wurde nicht.


Auch die Feuerwehrtechnische Zentrale vermeldete keine Einsätze wegen des Stromausfalls. Andreas Weise hatte vom kompletten Stromausfall zunächst gar nichts mitbekommen, da Technik, Licht und Außenbeleuchtung über ein Notstromaggregat laufen.