GANDERKESEE - Mit einem kleinen öffentlichen Empfang im Vorfeld des internen Herbstfestes hat der Hospizkreis Ganderkesee am Wochenende sein neues Büro in der Lindenstraße 12 eingeweiht. Der Verein war bislang provisorisch im Gebäude der regioVHS an der Rathausstraße untergebracht. Angesichts der starken Expansion bei Mitgliedern und Aktivitäten war das alte Quartier längst zu klein geworden.

„Ich finde es richtig gut, dass ein Hospizverein hier vor Ort aktiv ist“, erläuterte Unternehmerin Ursel Schütte, warum sie dem Verein zwei Räume angeboten hat, die sie nicht mehr benötigt. Im Erdgeschoss befindet sich das Büro für die hauptamtliche Koordinatorin des Hospizkreises, Linda Bahr. Es soll für Beratungen genutzt werden und Anlaufstelle für die Ehrenamtlichen sein. Und im ersten Stock gibt es noch einen weiteren Raum, der für interne Gruppentreffen und regelmäßige Supervision gedacht ist. „Die großen öffentlichen Veranstaltungen finden weiterhin an anderer Stelle statt, beispielsweise im evangelischen Gemeindehaus“, erklärte die Vorsitzende des Hozpizvereins, Chris Peikert-Baramsky.

Der Verein ist mittlerweile auf 108 Mitglieder gewachsen und hat 17 ehrenamtliche Sterbebegleiter in seinen Reihen. In Kürze kommen elf weitere hinzu: Der erste Vorbereitungskursus für Sterbebegleiter, den der Ganderkeseer Hospizkreis angeboten hat, läuft in der kommenden Woche aus.

„Wir träumen von einem zweiten Kurs, aber das hängt maßgeblich davon ab, dass der Verein die Ausbildung finanzieren kann“, so Peikert-Baramsky. Vier Interessenten stehen bereits auf der Warteliste. Und in Hude werden sich in Kürze weitere Interessenten dafür entscheiden, sich in der Sterbebegleitung zu engagieren, vermutet Bahr.

Bedarf ist weiter vorhanden: Es sei gut, aus einem größeren Reservoir schöpfen zu können, so Bahr. Zum einen dürften die ehrenamtlichen Begleiter nicht zeitlich und emotional überfordert werden, zum anderen sei es wichtig, dass ein passender Begleiter ausgewählt werden kann.