GANDERKESEE - „Alles im grünen Bereich“ bei Starofit: Zwar gehe die Wirtschaftskrise „natürlich“ auch am Unternehmen von der Güterstraße 3 nicht spurlos vorüber, sie habe Umsatzeinbußen von zehn bis 15 Prozent beschert. Doch das sei, zumal man von einem hohen Niveau komme, allemal verkraftbar. Das sagte Starofit-Prokurist Kai Beecken am Dienstag am Rande eines Besuchs von Schülern aus Oldenburg: Der Wahlpflichtkurs „Wirtschaft“ der 9. Klassen der Realschule Alexanderstraße war gekommen, um einen Gewinn einzulösen.
Für die Stahlbranche seien die zunächst eklatant gestiegenen, dann abgestürzten Stahlpreise ein großes Problem gewesen, berichtete Beecken. Doch Starofit, das sich auf die Lagerhaltung und den Vertrieb so genannter Fittings (also von Rohrleitungsteilen aus Stahl und Edelstahl) spezialisiert hat, sei weniger betroffen – eben weil man mit „Spezialitäten“ handele.
Das Unternehmen (1975 gegründet, 60 Mitarbeiter, 25 Mio. Euro Umsatz in 2008) bilde in drei Ausbildungsberufen zurzeit 14 junge Menschen aus, berichtete Beecken. Zum 1. August werde man drei neue Azubis begrüßen, darunter werde erstmals auch ein künftiger Zerspanungsmechaniker sein.
Die Oldenburger Realschüler hatten die Betriebsbesichtigung beim 24. Schülerwettbewerb der Wirtschaftsjunioren bei der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) gewonnen. Die Neuntklässler hätten einen Fragebogen fehlerfrei beantwortet, berichtete Fachlehrer Sven Weinberg. Beecken und Azubi David Winzinger führten die Gäste herum.
„Schon interessant“ sei das Tätigkeitsfeld der Firma, bescheinigte der Schüler Malte Bethke, der einen technischen Beruf anstrebt. Was ihn beeindruckt habe: das Wachstum des Unternehmens.
