Ganderkesee - Waschbecken aus Mineralwerkstoffen, dunkle Wandelemente, zentral steuerbare Beleuchtung – ein modernes Bad ist weitaus mehr als einfach ein Raum, in dem man sich wäscht. Wie ein modernes Badezimmer aussehen kann, zeigt die Firma Manfred Rücker GmbH seit Ende November letzten Jahres im Gewerbegebiet Ganderkesee-West. Bei einer Firmenbegehung des Heizungs- und Sanitärunternehmens mit CDU-Ratsmitgliedern am Montagabend gab es auch Einblicke hinter die Kulissen der Ausstellungsfläche.
Firmenchef Mario Rücker begrüßte die Ratsmitglieder persönlich. Auf 320 Quadratmetern gibt es im neuen Haus einiges aus den Bereichen Heizung, Sanitär und Badeinrichtung zu begucken. „Etwa 2012 wurde es am alten Standort eng und wir haben uns gefragt, was wir jetzt machen wollen“, erklärte Rücker den Firmenumzug. Einen Ausbau im alten Haus an der Jasminstraße hatte man verworfen, weil es nicht zukunftsträchtig erschien.
Lob für Auszubildende
Das Unternehmen Rücker gibt es mittlerweile seit 55 Jahren, mit Fabian und Manuel Rücker wird es in die dritte Generation übergehen. Mit dem neuen Standort sei man sehr zufrieden, nicht zuletzt auch durch die direkte Anbindung an Bundesstraße und Autobahn. „Es ist noch nicht alles fertig, man entdeckt immer noch irgendwas“, sagte Rücker. Zumindest im Ausstellungsbereich war davon aber nichts zu bemerken. Die gesamte Einrichtung im neuen Gebäude mit steuerbarer Klima- und Lichttechnik sowie vielen Detaillösungen in der Ausstellung war in monatelanger Arbeit familienintern entworfen und umgesetzt worden.
Bei Rücker sind derzeit 42 Mitarbeiter beschäftigt, sechs davon sind Auszubildende. „Wir erhalten da viele Anfragen“, bestätigte Mario Rücker das Interesse von Bewerbern, „und die, die wir haben, sind echt gut – es macht Spaß, mit denen zu arbeiten.“ Das Unternehmen bildet in den Bereichen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Büromanagement aus. „Unsere derzeitigen Azubis sind alle Anlagenmechaniker, je zwei pro Jahrgang“, sagte Manuel Rücker, der für den Ausbildungsbereich zuständig ist. Alle Bewerber müssten ein Praktikum absolvieren, bevor man sich für jemanden entscheide.
„Es ist schön, dass es im neuen Gewerbegebiet so viel Unterschiedliches gibt“, sagte CDU-Fraktionschef Ralf Wessel am Montag über den Umzug des Unternehmens. Gemeinsam mit seinen Kollegen ließ er sich nicht nur Armaturen oder Wanddekor erklären, sondern auch die Arbeitsabläufe bei Rücker. So können zu sanierende Badezimmer als virtuelles Modell simuliert werden, um Einrichtung oder Farbwahl vorab zu bewerten. „Da hat die junge Generation sicher einen einfacheren Zugang“, so Mario Rücker. Aber nicht alles wird digital abgewickelt – etwa die großformatige Planwand mit Steckkarten für Zeiten und Einsätze. „Unsere Gebetswand“, wie Rücker scherzhaft erklärte.
Gleichgesinnte gefunden
Die Optimierung von Prozessen und Absprache mit Zulieferern oder Kunden sei dem Unternehmen ein großes Anliegen. „Wir haben eine Weile gebraucht, bis wir Leute gefunden haben, die so denken wie wir“, erklärte Rücker. Man habe mittlerweile aber eine Gruppe mit angeschlossenen Gewerken gebildet, mit denen man Komplettangebote für Kunden anbieten, Projekte durchsprechen oder auch mal ein Event planen würde.
