GANDERKESEE - Alle Mitarbeiterinnen haben Fortbildungen absolviert. Künftig darf sich die Einrichtung „Bewegungskita“ nennen.

Von Christian Bartsch

Noch stärker als bisher schon auf die Kraft der Bewegung setzt künftig der Kindergarten Habbrügger Weg in Ganderkesee: Die mittels Fortbildungen auf ein überdurchschnittliches Niveau gebrachten Kenntnisse der Mitarbeiterinnen in diesem Bereich haben der Einrichtung gestern sogar eine besondere Auszeichnung eingebracht – sie darf ihre Eingangstür zwei Jahre lang mit dem „Markenzeichen Bewegungskita“ schmücken. Dann wird überprüft, ob der Ganderkeseer Kindergarten sein Niveau gehalten hat.

Verliehen wird das Zertifikat vom Qualitätszirkel Bewegungskita (siehe Infokasten) in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium. Wer es bekommen will, muss im wahrsten Sinne des Wortes Bewegung in seine Kita bringen: „In dieser Einrichtung wird es ab sofort wöchentlich zwei Stunden strukturiertes Bewegungsangebot pro Kind geben“, kündigte Alexandra Hoffmeyer-Hanke aus Oldenburg an, die für den Qualitätszirkel die Schulung der Mitarbeiterinnen übernommen hatte und gestern zur Verleihung der Plakette nach Ganderkesee gekommen war. Die Einrichtung am Habbrügger Weg habe auch für ihre künftige Arbeit Maßstäbe gesetzt, sagte sie: „Es war der erste Kindergarten, den ich auf seinem Weg zum Zertifikat begleitet habe, und das Niveau der Mitarbeiterinnen war wirklich sehr, sehr hoch.“

Dieses Lob konnte auch Petra Moosmann, Vorsitzende des Elternbeirates, bestätigen: „Wir erleben an unseren Kindern, mit welcher Motivation hier gearbeitet wird – und sind sehr zufrieden.“


Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas hatte zwei Springseile als Gastgeschenk mitgebracht, plauderte mit den Kindern über Pippi Langstrumpf und deren Bewegungsdrang und schloss mit den Worten: „Auch ihr wollt jetzt noch mehr klettern, tanzen, springen und hüpfen – und das ist eine gute Sache.“ Zudem berichtete sie von einem Vater, der sie im Büro angerufen hatte, um die Arbeit des Kindergartens zu loben.

Sichtlich erfreut zeigte sich Kindergartenleiterin Inge Breithaupt: „Wir haben uns im August 2006 entschlossen, die Sache anzupacken und hatten im Dezember alle Fortbildungen erledigt“, schilderte sie die immense Geschwindigkeit, mit der ihre Mitarbeiterinnen tätig geworden waren. Allen sei sofort klar gewesen: „Das ist genau das richtige Projekt für uns.“